Seit August 2021 befindet sich der Abschiebeknast in Glückstadt in Betrieb. Platz ist für 60 Menschen aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. 6m hohe Mauern, Stacheldraht. Für den Staat verbietet es sich von Knast zu sprechen. Es ist „Wohnen Minus Freiheit“. Unter diesem widerlichen Euphemismus werden Menschen die nichts getan haben als sich ihren Wohnort frei auszusuchen eingeknastet um sie abzuschieben. Wie dort die wirtschaftliche oder soziale Lage des geflüchteten Menschen ist, häufig egal. Zum Teil droht den Menschen bei einer Abschiebung Verfolgung, Gefängnis und Folter. Die deutsche und europäische Geflüchtetenpolitik ist rassistisch und menschenverachtend. An den Grenzen wird alles dafür getan, dass kein Mensch nach Europa kommt. Dafür wird auch geltendes Recht gebrochen und Menschen durch Pushbacks wieder zurückgebracht wie in Kroatien oder Griechenland, kommen monatelang ohne Prozess ins Gefängnis wie in Polen oder werden vor Gericht gestellt wegen Schlepperei, weil sie zufällig am besten das Boot steuern konnten oder die Initiative ergriffen haben wie in Italien.
Kategoriearchiv: Knastkritik
Free ELLAⒶ, Björn und alle Gefangenen
Gemeinsamer Ausflug IN den Knast
Du wolltest schon immer mal einen Tag Knast ausprobieren? Jetzt ist deine Chance. 😉 Wir reisen gemeinsam zum Prozess aus Kiel an. Treffen um 06:45 Uhr am Kieler Hbf. Auf der Fahrt beantworten wir gerne Fragen zum potentiellen Knast-Aufenthalt und du entscheidest dann selbst, ob du im Gerichtssaal aufstehst oder sitzen bleibst.
Das Herbstprogramm: Klimagipfel, Mitmachen und Knastkritik
Der Sommer ist vorbei, wir sind vom G20-Gipfel, dem Klimacamp und den Schienen wieder zurück und einigermaßen erholt – Zeit für neue Veranstaltungen im Herbst. Für uns heißt es aber zunächst nochmal: „Klimaverhandlungen? – Ab in die Grube!“
Anfang November stehen in Bonn wieder Klimaverhandlungen zwischen den Staaten an. Herauskommen werden, wie so oft, wohl vor allem leere Worte. Um den Klimawandel aufzuhalten, müssen wir schon selbst aktiv werden und dürfen uns nicht auf Regierungen verlassen. Deshalb rufen wir auf, zu den Aktionen zum Gipfel sowohl in Bonn als auch in die Braunkohle-Gruben im Rheinland zu gehen, zum Beispiel vom 3.-7.11. zum Peoples Climate Summit, am 4.11. zur Klimademo oder vom 3.-5.11. mit Ende Gelände gegen die Braunkohlegebiete in der Region oder am 11.11. zur Demo mit karnevalistischen Elementen „Wir treiben die bösen Geister des Klimawandels aus“. Wenn ihr danach Lust auf mehr habt,macht bei uns mit und kommt zum:
Offenes TKKG-Einstiegs-Treffen
Als TurboKlimaKampfGruppe organisieren wir zusammen Veranstaltungen, Praxisworkshops und Aktionen zu allem, was uns gerade wichtig erscheint: Zum G20-Gipfel, Kreuzfahrtschiffen, Braunkohleabbau, dewgroth oder Repression. Komm gerne vorbei und mach mit!
Mi, 8.11.17 – 19 Uhr – Friedenswerkstatt, Exzerzierplatz 19
Außerdem gibt es von uns in der Reihe „Der Staat und du“ diesmal eine grundsätzliche Kritik an Gefängnissen:



