Neuen-Treffen am 28.09. um 17 Uhr

Du hast Bock dich klimapolitisch zu engagieren und möchtest mal unverbindlich bei uns reinschnuppern? Dann freuen wir uns darauf dich bei unserem offenen TKKG-Treffen willkommen zu heißen! Ab 18 Uhr beanworten wir gerne alle deine Fragen und erzählen etwas zu unserer Gruppe und Arbeitsweise. Direkt im Anschluss findet dann unser reguläres Plenum statt.
Ort gibt es Anfrage, z.B. per Mail an: tkkg@riseup.net

Ende Gelände: 25.-27. September im Rheinland

Solidarische Info vom Offenen Klimatreffen Kiel (English version below)

Info-Vortrag mit Legal-Input: 16. September, 18 Uhr im C20, Alte Mu

Hallo liebe Klimafreund*innen,

Hitzerekorde, Waldbrände, auftauende Permafrostböden – während die Klimakrise sich zuspitzt, werden erneut milliardenschwere Rettungspakete für zerstörerische Konzerne geschnürt. Egal ob Klimakrise oder Covid-19, die Regierung schützt lieber das kapitalistische System, anstatt eine klimagerechte Zukunft und ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitswesen für alle zu schaffen.

Das Kohle-Verlängerungs-Gesetz hält die Kohleenergie mit Milliarden Euro weitere 18 Jahre am Leben. Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Klimagerechtigkeitsbewegung weltweit und hat große Auswirkungen auf alle Lebewesen. Dieses politische Komplettversagen macht es unmöglich, die Erderhitzung unter den kritischen 1,5 Grad zu halten. Jetzt gilt erst recht: Kohleausstieg selber machen!

Deshalb plant Ende Gelände vom 25. und 27. September eine dezentrale Blockadeaktion an den Orten der Zerstörung im Rheinland. Das Ziel ist, sich mit dem eigenen Körper schützend zwischen die bedrohten Dörfer und die Kohle-Bagger zu stellen und damit für den sofortigen Kohleausstieg und einen grundlegenden Systemwandel einzustehen. Continue reading

Wer sind wir und was wollen wir eigentlich?

Anmerkung: Wer nach dem Lesen immer noch bei uns mitmachen will, kann am Mo, 28.9. um 17 Uhr zum Neueinsteiger*innen-Treffen kommen, meldet euch bei tkkg[ät]riseup.net für den Treffpunkt.

Immer mal wieder versuchen wir aus unserem Aktionstrott einen Schritt zurück zu treten und diskutieren, wie wir die Welt sehen, was wir wollen und wie wir das erstreiten wollen. Das haben wir auch in diesem Sommer 2020 gemacht und möchten das Ergebnis unsere Momentaufnahme teilen, wie wir unsere Gruppe selbst verstehen, jetzt im Sommer 2020, was nicht heißt, dass sich das nicht ändern kann. Wir versuchen einige Punkte weiter zu diskutieren und veröffentlichen dann weitere Texte dazu.

Analyse und Ziele

Wir sind vielfältig und das merkt mensch unseren Aktionen und Themen auch an. Wir werden da aktiv, wo wir es wichtig finden. Ob Klimagerechtigkeit, Luftverschmutzung, Kapitalismus-Kritik, Polizeistaat und Überwachung, Feminismus, Arbeiter*innenrechte oder Seenotrettung – kurz gesagt: Wir kämpfen nicht nur für Klimaschutz, sondern für eine lebenswerte Welt.

Wir setzen uns für ein gutes Leben für alle ein. Ein gutes Leben bedeutet für uns nicht, dass jede*r Villa, Pool, Privatjet und Yacht bekommt. Denn so viel Geld macht einen auch nicht glücklicher. Im Gegenteil: Diese Ansammlung von Reichtum ist nur für wenige auf Kosten vieler anderer erreichbar. Für uns bedeutet gutes Leben, dass niemand von anderen ausgebeutet wird. Weder hier, noch anderswo in der Welt. Wir dürfen auch nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Ist es nicht erstrebenswert, dass alle, heute und morgen, ein gutes Leben haben? Ohne Mangel und ohne Ausbeutung!

Das bedeutet auch, dass wir ein anderes Wirtschaftssystem brauchen. Denn Kapitalismus basiert auf Ausbeutung und unbegrenztem Wachstum – in einer Welt mit endlichen Ressourcen wird das auf Dauer nicht funktionieren. Gerade funktioniert es nur deswegen, weil diejenigen, die die Schäden verursachen sie nicht tragen müssen. Beispielsweise sind Bio-Produkte oft teurer als „konventionell“ hergestellte. Anders sähe es aus würden die Schäden die durch Kunstdünger, Pestizide und Monokulturen angerichtet werden in den Preis mit einbezogen werden. Wir wollen, dass die Schäden auch von den Verursacher_innen getragen werden und nicht von der Gesellschaft. Continue reading

Demo für Sichere Häfen auf dem Wasser und an Land

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*   Freitag 15 Uhr Ostseekai     *
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Aufruf:

In der Nacht auf Mittwoch wurde das Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos durch Feuer zerstört. Mehr als 13000 Menschen haben nicht einmal mehr ein Zeltdach über dem Kopf. Die Situation in dem Lager ist schon seit Monaten katastrophal, und politisch so gewollt. Selbst die Aufnahme von 27 Geretteten, die seit vier Wochen auf dem Tanker Etienne warten, scheint für unsere Politiker:innen ein unlösbares Problem zu sein. Viele äußern sich offen rassistisch. Andere verstecken sich hinter leeren Worten und machen Menschenleben zu einem Spielball im Hin- und Herschieben von Verantwortung und jahrelanger Untätigkeit.
Dabei haben wir Platz für diejenigen, die Hilfe brauchen. Über 170 Städte und Kommunen haben sich dazu bereit erklärt, Geflüchtete aufzunehmen. Wir wollen keine abgeschottete Festung Europa!
Mit jedem Tag, der verstreicht, ohne dass wir handeln, verursachen wir weiteres Leid. Moria ist eine humanitäre Katastrophe. Hoffnungslosigkeit, Wut und Verzweiflung sind unerträglich.
Lasst uns die Menschen sofort dort rausholen!
Wir demonstrieren auf dem Wasser und an Land für Sichere Häfen, und ein Ende der unmenschlichen europäischen Abschottungspolitik. Infos, wie ihr euch beteiligen könnt, findet ihr unten.

Warum die Planänderung?

Die Meldung von den Feuern im Lager Moria in dieser Nacht hat uns schockiert, traurig gemacht und mitgenommen. Zu einem solchen Zeitpunkt fühlt es sich unangemessen an, den Fokus auf Protest gegen Kreuzfahrtschiffe zu legen, auch wenn diese den europäischen Rassismus und die brutale Ungerechtigkeit gut verkörpern.
Dass wir gegen Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung und schlechte Arbeitsbedingungen im Kontext von Kreuzfahrten protestieren, ist notwendig. Es ist aber auch ein Privileg, denn in Moria kämpfen in diesen Augenblicken Menschen um ihr Leben.
Seit Jahren ignoriert die Politik die untragbare Situation an den europäischen Außengrenzen. Gerade öffnet sich ein Fenster, um die Situation zu ändern. Wir sollten jetzt alles tun, was möglich ist, um den Geflüchteten beizustehen! Es war geplant, die Demo am Freitag auf das Motto „Kreuzfahrtschiffe (k)enternund die Herstellung von Klimagerechtigkeit auszurichten.
Stattdessen möchten wir unserer Wut, Trauer, Empörung und Angst über die Zustände an den europäischen Außengrenzen direkt Ausdruck verleihen. Deswegen rufen wir dazu auf, am Freitag für die Aufnahme der Geflüchteten zu demonstrieren.

Ursprünglicher Demoaufruf – Kreuzfahrtschiffe (k)entern, immer und überall:

Hier noch ein paar Infos, wie ihr euch am Freitag beteiligen könnt:

(Die natürlich gleich geblieben sind:)
    
  • Wenn ihr mit dem Paddel- oder Ruderboot kommt, seid doch um 14 Uhr an der Spitze der Förde. Dort paddeln wir gemeinsam los zum Startpunkt der Demo um 15 Uhr am Ostseekai. Direkt am Startpunkt gibt es keine Möglichkeit, ein kleines Boot ins Wasser zu lassen! Am Ende geht es auch gemeinsam dorthin wieder zurück. Bitte zieht Rettungswesten an und achtet darauf, dass ihr genug Erfahrung im Paddeln habt. Vom Kreuzfahrtschiff sollten 50m Abstand gehalten werden. Wenn ihr mitpaddeln wollt und kein Boot habt, schreibt uns kurz an, damit wir schauen können, ob noch Platz ist.
  • Wenn ihr mit einem Segelboot kommt, seid einfach um 15 Uhr am Treffpunkt auf dem Wasser genau südlich vom Ostseekai (also zwischen Schifffahrtsmuseum und Kreuzfahrtschiff). Das Boot dürft ihr natürlich gern mit Transparenten und -Fahnen schmücken.
  • Wenn ihr an Land bleibt, kommt um 15 Uhr zum südlichen Ende des Ostseekais (also Richtung Schifffahrtsmuseum). Wenn ihr vorher schon helfen wollt, Flyer an Passagier*innen zu verteilen, sind wir ab 13 Uhr am Kreuzfahrt-Terminal um das zu machen. Gerne längere Zangen o.ä. mitbringen um Flyer mit Sicherheitsabstand verteilen zu können.

Kreuzfahrten (k)entern: immer und überall – Demo an Land und auf dem Wasser!

Jeden Freitag starten ab Kiel Kreuzfahrten von TUI, fahren einmal in die Fjorde Norwegens, um dort ihre Abgase zu hinterlassen und kehren wieder zurück.

Unsere Kritik bleibt die gleiche: Kreuzfahrten verschmutzen die Luft, die wir atmen und verheizen das Klima für künftige Generationen, was ganz real auch hier durch den dritten Dürresommer in Folge zu immer schlechteren Ernten führt und im globalen Süden schon Inseln versinken lässt etc und so Menschen ihre Existenzgrundlage raubt.Die Menschen an Bord werden weitestgehend mies bezahlt, durch Corona und der Enge des Schiffes nun auch noch erhöhtem Gesundheitsrisiko ausgesetzt.
All das sind Gründe, warum wir uns wünschen, dass die Kreuzfahrtindustrie den Bach hinuntergeht.

In Erinnerung an die Smash Cruiseshit-Blockade laden wir diesmal zu einer Demonstration zu Wasser und zu Land. Start ist am Ostseeterminal, dann geht es hoch bis zum Landtag und wieder zurück – an der Kiellinie lang, mit frisch wieder erlangten Kayaks und allen anderen Booten und Menschen, die Lust haben sich zu beteiligen. Wir werden ab 13 Uhr am Ostseekai Terminal Flyer an ankommende Passagier*innen verteilen, auch da kann jede*r schon vorbeikommen:)

Fr, 11.9. 15 Uhr, Ostseekai

Hier noch ein paar Infos, wie ihr euch am Freitag beteiligen könnt:

  • Wenn ihr mit dem Paddel- oder Ruderboot kommt, seid doch um 14 Uhr an der Spitze der Förde, dort paddeln wir gemeinsam los zum Startpunkt der Demo um 15 Uhr am Ostseekai. Am Ende geht es auch gemeinsam dorthin wieder zurück. Bitte zieht Rettungswesten an und achtet darauf, dass ihr genug Erfahrung im paddeln habt. Vom Kreuzfahrtschiff sollten 50m Abstand gehalten werden.
  • Wenn ihr mit einem Segelboot kommt, seid einfach um 15 Uhr am Treffpunkt genau südlich vom Ostseekai (also zwischen Schifffahrtsmuseum und Kreuzfahrtschiff). Das Boot dürft ihr natürlich gern mit Anti-Kreuzfahrt-Transparenten und -Fahnen schmücken.
  • Wenn ihr an Land bleibt, kommt um 15 Uhr zum südlichen Ende des Ostseekais (also Richtung Schifffahrtsmuseum). Wenn ihr vorher schon helfen wollt, Flyer an Passagier*innen zu verteilen, sind wir ab 13 Uhr am Kreuzfahrt-Terminal um das zu machen. Gerne längere Zangen o.ä. mitbringen um Flyer mit Sicherheitsabstand verteilen zu können.

Kreuzfahrten (k)entern: immer und überall!

Workshop mit einer aktivistischen Tanzgruppe

Workshop mit MiliTanz
am 5. und 6.9.2020 (erstes Septemberwochenende)
von 11-17 Uhr.

 

„Wir sind MiliTanz, eine aktivistische Tanzgruppe.
Unser Ziel ist es, politische Messages durch Tanz und Performance emotional zugänglich zu machen. Wir wollen Aktivisti ein Tool an die Hand geben, um sich in Aktion zu empowern und zusammen Spaß zu haben.“

Auf dem Workshop wollen wir zusammen eine Choreo erarbeiten und einüben, um in Zukunft auf Demos und Aktionen zu tanzen.

Einen Eindruck bekommt ihr auf Twitter. Hier geht es um eine Performance für den Kohleausstieg im Rheinland: https://twitter.com/TanzMili

Es gibt keine Teilnahmegebühr. Gebt uns kurz Bescheid, wenn ihr teilnehmen wollt – dann erfahrt ihr den Ort (in Kiel), wo wir uns treffen. Das funktioniert z.B. mit einer E-Mail an tkkg@riseup.net

Photo Credits an Barbara Schnell (https://pictures-from-heartbreak-country.de/)

Heute in den KN: Die SPD dreht völlig durch!

Dreht die SPD jetzt völlig durch? In den heutigen KN (19.08.20) beschweren sich SPD-Kommunalpolitiker*innen des Ostufers über die nervigen Umweltdebatten zur A21 und Südspange. Laut ihnen müsste vor allem an die AnwohnerInnen auf dem Ostufer gedacht werden, die unter den überlasteten Straßen leiden. Deshalb bringen sie nun auch noch einmal die uralte Planung des „Ostring II“ ins Spiel. Geht’s noch?!

Im Angesicht der Klimakatastrophe weiter neue Straßen zu bauen ist Wahnsinn. Es hilft aber auch den Menschen im Kieler Osten nicht. Hätten die SPD-Politiker*innen ihr selbst in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten von 2016 gelesen, wüssten sie: Straßen entlastet man nicht mit mehr Straßen! Dort werden für 2025 – sollten A21 und Südspange bis dahin gebaut sein – ganze 25% mehr Verkehr für den Ostring prognostiziert. Die Anwohner*innen werden sich freuen. Sollen wir dann noch einen „Ostring III“, „Ostring IV“ und „Ostring IX“ bauen? So kann es nicht weitergehen! Straßen werden mit vernünftigem ÖPNV zum Nulltarif, einem guten Netz aus autofreien Fahrradstraßen und Güterverkehr auf der Schiene entlastet.

Vielleicht hilft es, die im KN-Artikel erwähnten SPD-Politiker*innen auf ihren Irrtum hinzuweisen:

MdL Bernd Heinemann, post@berndheinemann.de
Ortsbeirat Marco Outzen, marco@outzen.de
Ortsbeirat Detlef Langfeldt, detlef.langfeldt@gmx.de
Ortsbeirat Bruno Levtzow, b.levtzow@yahoo.com
Stellvertretende Ortsvorsitzende Inge Tovar, 0431/6645777

Nebenbei bemerkt scheint sich auch die SPD intern nicht einig zu sein, ob sie jetzt für oder gegen die Südspange ist.
So oder so: Es macht uns Mut, dass so kurz nach unserer Blockadeaktion offenbar Gegenwind für nötig befunden wird 😉

Auch andere Stimmen reagieren mit völligem Unverständnis:
NABU Kiel
Projekt „Gaarden Autofrei“