Aktion gegen LNG-Terminal im Landtag SH – weltweiter Aktionstag gegen LNG

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Heute morgen, am 11.12., haben wir uns in der Plenarsitzung des schleswig-holsteinischen Landtags zu Wort gemeldet und ein Transparent mit der Aufschrift „STOP LNG“ gezeigt. Damit wollen wir einen extrem wichtigen Punkt auf die Tagesordnung setzen: Das geplante LNG-Terminal in Brunsbüttel. Wir stehen damit in Solidarität mit all den Menschen, die heute unter dem Motto #ShaleMustFall und #CleanGasIsADirtyLie weltweit gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen durch Erdgas, Fracking und LNG protestieren – Von Argentinien über die USA und Mosambik bis in den Kieler Landtag (1).

Abseilaktionen von Autobahnbrücken in ganz Deutschland

Mehrere Aktionsgruppen bringen bundesweit seit heute Morgen das deutsche Autobahnnetz an seine Belastungsgrenze. Wir wissen von Aktionen bei Kassel, Dresden, Braunschweig, Schleswig, Jena, Gießen und Hannover und dokumentieren hier Pressemitteilung und Bilder aus Schleswig.

Bild: Pay Numrich

Aus einer Gruppe von Aktivist*innen seilten sich bei Schleswig auf der A7 seit etwa 8 Uhr  mehrere Personen über der Autobahn A7 in beiden  Fahrtrichtungen ab und hängten Transparente auf. Mit der Aktion fordern sie eine umfassende Verkehrswende und bekunden ihre Solidarität mit den Protesten rund um den Dannenröder Forst.

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Solidarität mit den Besetzer*innen im Danni und in Flensburg – Wald statt Asphalt!

In Kiel ist es die A21 durch das Vieburger Gehölz, in Hessen die A49 durch den Dannenroder Wald, in Flensburg sollen Bäume einem Parkhaus weichen. Überall soll auf Kosten von Wald und Natur immer mehr zubetoniert und den Blechkarren die Vorfahrt eingeräumt werden.
Die Rodungssaison ist gestartet, die Konflikte um die Verkehrswende spitzen sich überall zu, Baumhäuser werden geräumt, da ab dem 1. Oktober Bäume gefällt werden dürfen.

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Heute in den KN: Die SPD dreht völlig durch!

Dreht die SPD jetzt völlig durch? In den heutigen KN (19.08.20) beschweren sich SPD-Kommunalpolitiker*innen des Ostufers über die nervigen Umweltdebatten zur A21 und Südspange. Laut ihnen müsste vor allem an die AnwohnerInnen auf dem Ostufer gedacht werden, die unter den überlasteten Straßen leiden. Deshalb bringen sie nun auch noch einmal die uralte Planung des „Ostring II“ ins Spiel. Geht’s noch?!

Im Angesicht der Klimakatastrophe weiter neue Straßen zu bauen ist Wahnsinn. Es hilft aber auch den Menschen im Kieler Osten nicht. Hätten die SPD-Politiker*innen ihr selbst in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten von 2016 gelesen, wüssten sie: Straßen entlastet man nicht mit mehr Straßen! Dort werden für 2025 – sollten A21 und Südspange bis dahin gebaut sein – ganze 25% mehr Verkehr für den Ostring prognostiziert. Die Anwohner*innen werden sich freuen. Sollen wir dann noch einen „Ostring III“, „Ostring IV“ und „Ostring IX“ bauen? So kann es nicht weitergehen! Straßen werden mit vernünftigem ÖPNV zum Nulltarif, einem guten Netz aus autofreien Fahrradstraßen und Güterverkehr auf der Schiene entlastet.

Vielleicht hilft es, die im KN-Artikel erwähnten SPD-Politiker*innen auf ihren Irrtum hinzuweisen:

MdL Bernd Heinemann, post@berndheinemann.de
Ortsbeirat Marco Outzen, marco@outzen.de
Ortsbeirat Detlef Langfeldt, detlef.langfeldt@gmx.de
Ortsbeirat Bruno Levtzow, b.levtzow@yahoo.com
Stellvertretende Ortsvorsitzende Inge Tovar, 0431/6645777

Nebenbei bemerkt scheint sich auch die SPD intern nicht einig zu sein, ob sie jetzt für oder gegen die Südspange ist.
So oder so: Es macht uns Mut, dass so kurz nach unserer Blockadeaktion offenbar Gegenwind für nötig befunden wird 😉

Auch andere Stimmen reagieren mit völligem Unverständnis:
NABU Kiel
Projekt „Gaarden Autofrei“

Bericht Blockade B404 – „Kleingärten statt Autobahnen“

Am Samstag, den 15. August 2020, haben wir, zusammen mit viel Support aus anderen Strukturen, die B404 ca. drei Stunden blockiert, um gegen deren Ausbau zur Autobahn und die Anbindung dieser durch die sog. Südspange an den Kieler Süden zu protestieren.

 

Die Aktion startete mit einigen Komplikationen, denn viele Autofahrer*innen an den betroffenen Auffahrten reagierten nicht auf den Hinweis, dass sich auf dem nächsten Streckenabschnitt Personen auf der Fahrbahn befanden. Anstatt zu warten, reagierten einige der Autofahrer*innen sehr aggressiv, schrien Aktivisti an, stiegen aus, wurden handgreiflich und zogen Baken mit Warnschildern von der Straße. Dabei fuhren mehrere Autofahrer*innen so dicht auf Menschen auf, dass diese auf der Motorhaube lagen oder beiseite springen mussten, um nicht angefahren zu werden. So war die Situation am Anfang sehr unübersichtlich und Autos fuhren trotz der Warnung in Richtung des blockierten Abschnitts los. Kurz vor der Blockade wurden manche von ihnen dann nochmals von Personen angehalten. Selbst als die Blockade und Menschen auf der Straße schon in Sichtweite waren, ließen sich diverse Autofahrer*innen nicht davon abhalten und fuhren im engen Slalom durch die Blockade und über kleinere Gegenstände oder über den Gehweg. Ein Autofahrer stieg aus und versuchte die Hochbeete wegzutreten. Wir verurteilen diese Aggressivität und rücksichtslose Gefährdung unserer Aktivisti durch die Autofahrer*innen aufs Schärfste. Es macht uns fassungslos zu sehen, wie weit manche Menschen bereit sind zu gehen, nur, um ihre Blechkiste von A nach B zu bewegen und ihre eigene Stärke zu demonstrieren. Ihr aggressives Machtgehabe entspricht dabei allerdings ganz gut dem Entwicklungsstand ihrer Lieblingstechnologie: Völlig veraltet.

PM: Klimaaktivist*innen blockieren B404

Ca. 20 Klimaaktivist*innen der Turbo Klima Kampf Gruppe (TKKG) blockieren die B404 im Kieler Süden. Mehrere Kletter*innen hängen von einer Brücke mitten über der Straße und unter ihnen versperren Hochbeete, die Fahrbahn. Sie protestieren unter dem Motto „Kleingärten statt Autobahn“ gegen den Ausbau der B404 zur A21 und die dadurch notwendige Zerstörung von Kleingärten, Wohngebieten sowie Wald- und Grünflächen.

Die Aktivist*innen fordern einen sofortigen Baustopp der A21 und eine klimagerechte Verkehrswende weg vom Auto. Tamara W., eine der Blockierer*innen: „Der geplante Ausbau der A21 und der Südspange zeigt, dass Kiel es mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz nicht ernst meint. Wer für Autobahnneubau Kleingärten und Wälder zerstört, statt endlich den ÖPNV voranzubringen und ein vernünftiges Fahrradstraßennetz auf die Beine zu stellen, verdient keinen Nachhaltigkeitspreis.“

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Bauplatz besetzt: „Erdgas – Brücke ins Nichts“

In den vergangenen sechs Tagen wurde in Brunsbüttel ein Bauplatz für ein neues LNG-Terminal besetzt – was uns natürlich sehr freut, schließlich hatten wir dagegen auch schon mal eine kleinere Aktion gemacht. In der ersten Erklärung der Besetzer*innen heißt es dazu:

„Seit diesem Freitag morgen haben wir den Bauplatz für ein neues Flüssiggas-Terminal in Brunsbüttel besetzt. Wir wollen rechtzeitig, bevor alle Genehmigungen erteilt sind und die Bagger hier anrücken, klar machen: Gegen dieses unsinnige Projekt wird es Widerstand geben!

„Ideale Brückentechnologie“, so wird uns Erdgas seit den massiven Lobbykampagnen von BP, Shell und Co auf EU-Ebene verkauft. Dabei wird verschleiert, dass auch das ein endlicher, fossiler Energieträger ist und beinahe genauso klimaschädlich wie Kohle. Beim Abbau und Transport entweicht Methan in die Atmosphäre, was kurzfristig 86 Mal so klimaschädlich wie CO2 ist. Außerdem verdrängt der aktuelle Erdgas-Boom die erneuerbaren Energieträger aus dem Strommix. Auch für die Schifffahrt ist deshalb das Flüssiggas kein klimaschonender Treibstoff.

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