Globaler Klimastreik am 25. März!

Es ist endlich wieder soweit. Wir wollen mit Euch wieder Hand in Hand auf die Straßen gehen, um für konsequenten Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einzustehen! Wir teilen hier den Aufruf von Fridays for Future. ✊✊🏻✊🏼✊🏽✊🏾✊🏿

🚦 Seit die Ampel regiert, hat sich nicht viel getan. Besonders im Hinblick auf die Aggressionen Putins gegenüber der Ukraine gilt es nun mehr denn je, den Absprung von fossilen Energieträgern zu schaffen, um eine lebenswerte Welt heute und morgen zu gestalten.
Wir werden nicht schweigend zusehen, wie Menschenrechte verletzt werden, imperialistischer Größenwahn Menschen das Leben und die Heimat kostet, und wie Kriege unser aller Zukunft zerstören.
Genauso wenig werden wir schweigend zusehen, wie sich die Ampel jeglicher Verantwortung in Sachen Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit entzieht, aber immer noch 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr übrig hat, wenn‘s mal eng wird. 🌍

Wir werden nicht aufhören, bis Deutschland endlich seiner Verantwortung gerecht wird und die notwendigen Maßnahmen für die Einhaltung des 1,5-Grad-Limits trifft. Wir werden nicht aufhören, bis die Ampel dem Klimaschutz die Dringlichkeit einräumt, die er schlicht und ergreifend hat. Wir werden nicht aufhören, bis globale Machtspielchen und geopolitische Streitereien nicht mehr dominieren und Menschen das Leben nehmen. ☮️

📍📆 Dafür lasst uns zusammen auf die Straße gehen! Am 25.3. um 14 Uhr startet unsere Demo am Exer. Seid dabei, bringt eure Freund*innen mit, denkt an Masken und Abstände und werdet mit uns laut! ✊

Anmerkung von TKKG:
Wir laden euch auch herzlich zum antikapitalistischen Block auf der Demo ein!

Solidarität mit der ZAD Lützerath

Seit etlichen Monaten steht auf dem letzten Rest des größtenteils bereits abgerissenen Ortes Lützerath in NRW ein Protestcamp – von Klimagerechtigkeitsaktivist*innen der ZAD im Rheinland (Zone À Défendre, ein Gebiet, das es zu verteidigen gilt, eine Anlehnung an eine Besetzung bei Notre-Dames-de-Landes, die erfolgreich einen Flughafen verhinderte).

Der Kohlekonzern RWE will auch die letzten stehenden Häuser, so auch den Hof vom Bauern Eckhard Heukamp, auf dessen Land sich auch die Aktivist*innen befinden, abreißen. Gegen die Enteignung ging er in Berufung und kämpft seitdem juristisch dagegen an. Ein weiteres Urteil stand am 07. Januar an, wäre es zu Ungunsten Eckhards ausgefallen, wäre eine baldige Räumung sehr wahrscheinlich gewesen. Denn all das steht dem Schaufelradbagger im Weg, der in Sichtweite nur noch wenige hundert Meter entfernt stetig weiterarbeitet und klimaschädliche Kohle fördert.

Da die geplante Großdemo am 8. Januar aufgrund der Pandemielage abgesagt und stattdessen zum dezentralen Aktionstag unter dem Motto #xfürlützi aufgerufen wurde, haben auch wir auf diesem Wege unsere Solidarität mit dem Widerstand in Lützerath gezeigt. Weiterlesen

Nein zu Scheinlösungen in der Klimakrise!

Es gibt viele gute Möglichkeiten, die Klimakrise anzugehen – und ähnlich viele Vorschläge, bei denen Vorsicht oder sogar Widerstand nötig ist. Fleißige Menschen haben ein Positionspapier zur unvollständigen Auflistung von „Klimascheinlösungen“ von Atomkraft über Offsetting bis hin zu Wasserstoff geschrieben, das wir mit unterzeichnen. Ihr findet das Posisitionspapier hier.

Scheinlösungen dienen häufig als grüne Beruhigungspille, um weiter machen zu können wie bisher. Manche bergen das Risiko ungeahnter Katastrophen, wie im Falle von Geoengineering. Viele Scheinlösungen machen die Welt zu einem noch ungerechteren Ort, indem sie Kolonialismus und Ausbeutung fortführen. Andere mögen ein Schritt in die richtige Richtung sein: Teillösungen, die im geplanten Ausmaß jedoch schädlich sind oder als vollumfängliche Heilsbringer kommuniziert werden, obwohl sie das alleine nicht leisten können. Viele lenken von tatsächlich klimagerechten Lösungen ab, indem sie Kapazitäten und Gelder binden sowie unrealistische Hoffnungen schüren. Fast allen ist gemein, dass sie aus der Idee eines „grünen Wachstums“ geboren sind, welches durch neue Märkte, scheinbar unbegrenzte „Natur“ und noch nicht existierende Technologien geschaffen werden soll. Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass diese Hoffnungen unrealistisch sind, da Wirtschaftswachstum immer mit Naturverbrauch einher geht. Wir wollen die Scheinlösungen für die Klimakrise entlarven und uns für klimagerechte Lösungen einsetzen. Denn so nötig es ist, dass die Menschen die Erderhitzung auf eine gerechte Art bewältigen, so gefährlich kann Klimapolitik sein, wenn sie den Interessen Einzelner dient.

Jahresrückblick auf 2020 von TKKG

Da es so viel zu tun gibt und wir viel davon anpacken und auch 2020 wieder sehr aktiv waren, bieten wir hier einen subjektiven Jahresrückblick von dem, was an Klimakämpfen in Kiel und Schleswig-Holstein passiert ist und was uns im Jahr 2020 bewegt hat, nicht chronologisch, sondern thematisch sortiert, damit das Lesen mehr Spaß macht. Manchmal mischen wir dabei Sachen, die wir als TurboKlimaKampfGruppe gemacht haben und Sachen, die von anderer Seite passiert sind – und manchmal ist das gar nicht so klar trennbar weil wir eben auch gern und viel mit anderen zusammen arbeiten. Wichtig ist uns, dass etwas passiert, nicht von wem, Hauptsache radikal, entschlossen und mit viel Spaß gegen Klimakrise und Kapitalismus.

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Ende Gelände: 25.-27. September im Rheinland

Solidarische Info vom Offenen Klimatreffen Kiel (English version below)

Info-Vortrag mit Legal-Input: 16. September, 18 Uhr im C20, Alte Mu

Hallo liebe Klimafreund*innen,

Hitzerekorde, Waldbrände, auftauende Permafrostböden – während die Klimakrise sich zuspitzt, werden erneut milliardenschwere Rettungspakete für zerstörerische Konzerne geschnürt. Egal ob Klimakrise oder Covid-19, die Regierung schützt lieber das kapitalistische System, anstatt eine klimagerechte Zukunft und ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitswesen für alle zu schaffen.

Das Kohle-Verlängerungs-Gesetz hält die Kohleenergie mit Milliarden Euro weitere 18 Jahre am Leben. Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Klimagerechtigkeitsbewegung weltweit und hat große Auswirkungen auf alle Lebewesen. Dieses politische Komplettversagen macht es unmöglich, die Erderhitzung unter den kritischen 1,5 Grad zu halten. Jetzt gilt erst recht: Kohleausstieg selber machen!

Deshalb plant Ende Gelände vom 25. und 27. September eine dezentrale Blockadeaktion an den Orten der Zerstörung im Rheinland. Das Ziel ist, sich mit dem eigenen Körper schützend zwischen die bedrohten Dörfer und die Kohle-Bagger zu stellen und damit für den sofortigen Kohleausstieg und einen grundlegenden Systemwandel einzustehen. Weiterlesen

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Redebeitrag: Für Klimagerechtigkeit kämpfen heißt gegen den Kapitalismus zu kämpfen!

Hier unser Redebeitrag von der Demo gegen das Kohleverlängerungsgesetz am 03.07. – Mittlerweile wurde das Gesetz im Bundestag beschlossen. Kohleausstieg bleibt also Handarbeit!

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir sind die TurboKlimaKampfGruppe und auch wir stehen heute hier, weil das Zeitalter der fossilen Energieträger endlich beendet werden muss, wenn wir weiter auf diesem Planeten leben wollen. Und dieses Kohleverlängerungsgesetz hält die Kohle sogar noch künstlich und kostspielig am Leben! Ohne das Gesetz würde hier wohl schon bald das passieren, was in Spanien schon Realität wird: Die Kraftwerke und Tagebaue schließen, weil sie sich nicht mehr lohnen. Und nun sollen wir das mit Steuergeldern verhindern? Was für ein Wahnsinn!

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Klimafahndung 2020

Fahrlässige Tötung in tausenden Fällen, fahrlässige Brandstiftung, Herbeiführen einer Überschwemmung. Wer hat sie gesehen? Und vor allem, wie können wir sie stoppen?

Hinweise, um der Kapitalistischen Klimazerstörer-Bande das Handwerk zu legen, bitte an das Zivilgesellschaftliche Zentrum für Rechenschaft der Klimakrise:

Klimafahndung 2020


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