Gegen den Tag der deutschen Jugend in Schwerin!

Kein Fußbreit dem Faschismus – dem Rechtsruck entgegen!
Am 1. August die „Generation Deutschland“ in Schwerin stoppen!

Samstag, 01.08.2026 | Schwerin
Gemeinsame Bahn-Anreise aus Kiel: Treffen 7.20 Uhr HBF (Fahrkartenautomaten)

„Die AfD rechnet bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern (MV) im September mit der Mehrheit der Stimmen. Laut aktuellen Umfragen liegt sie bei 36%. Für viele Menschen in MV bedeutet das gravierende Angriffe auf ihre Selbstbestimmung, ihre Sicherheit, ihre Existenz. Faschistische Politik steht hier kurz vor der Regierungsbeteiligung und das Einzige, was uns schützt ist unser gemeinsamer Widerstand!

Am 01.08. will die Generation Deutschland (ehemals JA), die Parteijugend der AfD, mit menschenverachtender Politik durch Schwerin marschieren. Die GD lädt alle Mitglieder bundesweit ein, an diesem Tag für die AfD Flagge zu zeigen. Die GD ist ein zentraler, völkischer und mit rechten Straßentrupps vernetzter Teil der AfD.

Wir lassen die Antifaschist*innen in Schwerin nicht allein und werden das gemeinsam verhindern!

Kiel fährt nach Schwerin – Generation Antifa voran!“

Bericht zum Protest gegen Kevin Dorow in Osterby

„Gegen Nazis Hand in Hand – es gibt kein Ruhiges Hinterland!“ – das brachten am Samstagnachmittag (18.07.2026) bis zu 200 Menschen mitten im dörflichen Osterby bei einer antifaschistischen Kundgebung gegen die Einweihungsfeier des AfDlers und Vorstandsmitglied
ihrer Jugendorganisation „Generation Deutschland“ Kevin Dorow zum Ausdruck. Seine Versuche in der Dorfgemeinschaft Fuß zu fassen bleiben nicht unbemerkt. So kamen viele der Kundgebungsteilnehmer*innen aus Osterby, dem dörflichen Umfeld und den Hüttener Bergen. Schon vor Beginn der Antifa-Kundgebung waren einige von ihnen dem Aufruf des Aktionsbündnis Hüttener Berge gefolgt und haben an einem Spaziergang gegen Dorows Präsenz in der Gemeinde durchs Dorf teilgenommen.

Die antifaschistische Kundgebung startete mit kleiner Verzögerung, entwickelte dann jedoch einen entschlossenen, vielfältigen und einladenden Ausdruck.

Die Polizei karrte derweil dutzende Bereitschaftpolizist*innen zum Schutz von Dorows Anwesen heran. Die diensthabenden Beamt*innen kontaktierten gar den Busfahrer der gemeinsamen Kieler Anreise und hielten ihn dazu an, die Passagier*innen kurzfristig ohne Begründung nicht aus dem Bus steigen zu lassen und erst eine Haltestelle später zu halten.
Zudem bewachte sie die umliegenden Stromkästen und sperrte einige hundert Meter hinter Dorows Haus mit einer überzogenen Präsenz die Zufahrtsstraße ab.

Die kurzfristig anberaumte Kundgebung anlässlich der offensiven Rekrutierungsversuche des AfD-Faschisten für seine Party auch im Ort und dessen Ambitionen, etwa in der örtlichen Totengilde mitzumischen, konnte Dorows Strategie seiner eigenen Normalisierung einen Riegel vorschieben. Insbesondere die Vielfalt der Teilnehmer*innen und die starke Beteiligung aus der Region haben maßgeblich dazu beigetragen. Auch zukünftig gilt es in Osterby laut zu bleiben: „Alle zusammen gegen den Faschismus!“

Bericht zum Prozess wegen Vermummung

Am 29.06. fand vor dem Amtsgericht Kiel die Verhandlung im Prozess um den angeblichen Verstoß gegen das Vermummungsverbot auf der Kundgebung gegen die AfD vom 05.09.25 statt.

Nach Sicherheits- und Taschenkontrollen sowie etwas Wartezeit wurden die betroffene Person und Prozessbegleitende in den Gerichtssaal eingelassen. Der Antrag auf Rechtsbeistand (Laienverteidigung) wurde von der Richterin nach längerer Prüfung stattgegeben, sodass die betroffene Person sich nicht alleine verteidigen musste. Nachdem die Richterin den Vorwurf des Bußgeldbescheids vorgetragen hatte, wurde auch schon der geladene Zeuge in den Gerichtssaal gerufen. Der Polizist berichtete, dass er selbst gar nicht vor Ort war und nur den beschriebenen Sachverhalt aus der Akte kenne. Danach kam die betroffene Person zu Wort und wies darauf hin, dass der Vorwurf aus dem Bußgeldbescheid sich lediglich auf einen Verstoß gegen Anordnung zur Durchsetzung des Vermummungs- und Schutzausrüstungsverbots bezieht und dafür keine Beweise vorliegen.

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Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung in Kiel

29.06., 9 Uhr, Deliusstraße 22, Amtsgericht in Kiel

Am 05.09.2025 wurde ein*e Antifaschist*in nach Auflösung einer Kundgebung gegen die AfD vor dem Kieler Rathaus von einer Gruppe behelmter Cops mit Schmerzgriffen herausgezogen, kurzzeitig in Gewahrsam genommen und kontrolliert.
Der Vorwurf der Vermummung auf einer Kundgebung wird nun am 29.06.2026 vor dem Amtsgericht in Kiel verhandelt.

Zwar wurde nur eine Antifaschistin isoliert herausgezogen, aber gemeint sind wir alle: Die polizeiliche und juristische Willkür kann jede*n von uns treffen. Weder die angeklagte Person noch wir lassen uns durch polizeiliche Schikane und staatliche Repression unterkriegen – antifaschistischer Protest bleibt notwendig!

Kommt zum Prozess und unterstützt die betroffene Person!

Alerta, alerta, antifascista!

Nach Nazi bennante Straße umbenannt

Stell dir vor du lebst in einer Straße, die nach einem Nazi benannt ist. Im März 1933 war er in die NSDAP eingetreten. Im folgenden Jahr machten die Nazis ihn zum Bürgermeister. In jenem Amt ließ er Zwangsarbeiter*innen einen „Adolf-Hitler-Sportplatz“ errichten, hielt Vorträge über die „Reinhaltung des deutschen Blutes“, posierte mit Hitlergruß und SA-Uniform und ließ Opfer faschistischer Gewalt die Entfernung von Nazi-Schmierereien bezahlen. Nach dem Krieg wurde er als „entlastet“ eingestuft und es kam zu besagter Benennung der Straße.

Was nach einer Geschichte aus den frühen 50ern klingt ist in Kronshagen so bis heute Realität. Erst 2023 legte ein Gutachten die Verstrickungen von Paul Drews im faschistischen Deutschland zweifelsfrei offen. Zwei Jahre später beschloss die Gemeinde die Straße in Kranichstraße umzubenennen. (Das ‚Kron‘ in Kronshagen bedeutet ‚Kranich‘) Eigentlich sollte dies zum 1. Juni 2026 geschehen. Doch ein Widerspruch von Anwohnenden stoppte die Umbenennung jetzt auf juristischem Wege. Nachdem deutsche Gerichte Drews sein ganzes Leben über unbehelligt ließen, schützt ihn die selbe Justiz jetzt auch nach seinem Tod bis in die Gegenwart. Wann eine endgültige Entscheidung getroffen wird ist offen.

Wir als Antifaschst*innen haben für diese Verzögerung kein Verständnis. Ja, Papier mag geduldig sein – wir aber sind es nicht! Also nehmen wir die Umbenennung jetzt selbst in die Hand! In der Nacht von Sonntag auf Montag haben wir mehrere der betreffenden Straßenschilder erneuert.
Für die Freiheit für das Leben:
Nazi-Straßen überkleben!
Drews geht gar nicht! Deshalb: Kranich!

Quellen:

https://www.kronshagen.de/nachrichten/artikel/umbenennung-buergermeister-drews-strasse

https://www.histsem.uni-kiel.de/de/das-institut-1/abteilungen/regionalgeschichte-mit-schwerpunkt-schleswig-holstein/drews-gutachten


https://www.histsem.uni-kiel.de/de/das-institut-1/abteilungen/regionalgeschichte-mit-schwerpunkt-schleswig-holstein/drews-gutachten

Spontane Kundgebung vor AfD Stand in kieler Innenstadt

Etwa 15 Antifaschist:innen stellten sich am Montagnachmittag (01.06.2026) spontan einem Propagandastand der AfD am Asmus-Bremer-Platz in der Kieler Innenstadt entgegen. Unter Polizeischutz konnte der Stand von den Rechten zwischen 14 und 16 Uhr dort abgehalten werden. Dank der Antifas konnte diese Mobilisierungsaktion für eine „Fraktion im Dialog“-Veranstaltung an diesem Freitag im Kieler Rathaus abermals nicht ohne Gegenprotest vonstatten gehen.


Der Stand blieb nicht lang allein. Schon der Aufbau wurde umgehend von jungen Gegendemonstrant:innen mit selbstgebastelten Anti-AfD-Schildern begleitet. Der spätere Gegenprotest postierte sich dann unmittelbar gegenüber der AfD und sorgte für lebendigen Widerspruch. Drei AfDler betreuten den Stand, der vereinzelt Passant:innen aus der Holstenstraße anzuködern wusste. AfD-Lokaloberhaupt Pinto de Kraus hatte diesmal selbst wohl keine Lust auf Bürger:innenkontakt und erschien im weißen Sommerdress lediglich zum Auf- und Abbau.

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