Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Unsere Solidarität gegen ihre Repression – Wissen gegen Ohnmacht

Do, 18.11. 19 Uhr
Rohrbruch, Kieler Str. 56

Repression macht oft Angst und erzeugt Gefühle von Ohnmacht – oft auch, weil wir gar nicht so genau wissen was da passiert und wie gefährlich ein bedrohlich klingendes Schreiben wirklich ist. Wir wollen dem solidarischen Austausch und Wissen um die Abläufe entgegen setzen. Deshalb wollen wir aufklären, darüber wie ein Strafverfahren abläuft, wann mensch eigentlich Einsicht in die Akten bekommt, welche Strafen es gibt oder wie das eigentlich mit Rechnungen und Schadensersatzforderungen läuft. Unterfüttern können wir das mit ein paar praktischen Beispielen aus den letzten Jahren.

Wenn ihr wollt erklären wir dann noch, welche Rechte ihr eigentlich auf der Polizeistation habt und diskutieren wie ein solidarischer Umgang in unterschiedlichen Situationen aussehen kann. Bringt ein bisschen Zeit mit.

Wir bitten euch, euch zu testen, auch wenn ihr geimpft seid. Selbsttests sind vor Ort kostenlos vorhanden – kommt dann aber bitte früh genug, um sie in Ruhe durchzuführen.

Morgen, 1.10: Ella – ein Dokufilm gegen die Lügen von Polizei und Justiz

Update: Hier könnt ihr den Film auch selbst zu Hause ansehen (YouTube).

Fr, 1.10. 17 Uhr (Einlass ab 16:30) – Hansastraße 48 Kiel
Es gilt die 3G-Regel (geimpft, getestet oder genesen)

Es war ein abschreckendes Urteil nach einer langen Untersuchungshaft: Die immer noch „unbekannte Person Nr. 1“ wurde vom Amtsgericht Alsfeld zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das dramatische Gerichtsverfahren basierte dabei komplett auf Erfindungen. Mehrere SEK-Polizisten tischten eine frei erfundene Story zu den Abläufen bei der Räumung der Waldbesetzung gegen die A49 im Herbst 2020 auf. Sie phantasierten von Fußtritten und Kniestößen, Lebensgefahr, Todesangst und Verletzungen. Geschwärzte Atteste mit gar nicht zum Tattag passenden Daten wurden als Beweise akzeptiert, Widersprüche zwischen Aussagen am Tag selbst und den konstruierten Vorwürfen Tage oder Wochen später zu Missverständnissen umetikettiert. Es war völlig klar: Mit „Ella“, die wie unbekannte Person (UP1) genannt wird, war ein Zufallsopfer gefunden, um die ganze Bewegung zu diskreditieren und abzuschrecken. Offenbar war den Lobbyist*innen einer Weiter-so-Autogesellschaft und der autoritär-politischen Justiz ein Schlag gegen Verkehrswende-Aktive wichtig, da diese durch die Besetzung des Dannenröder Waldes deutlich gestärkt wurden. Der Alsfelder Richter Süß machte sich zum Handlanger und willigen Vollstrecker. Paradox: Er schwächte die Verteidigung von Ella durch die Ablehnung von zwei der drei vorgesehenen Verteidiger*innen mit dem absurden Argument, diese seien kritisch gegenüber dem Autobahnbau eingestellt. Er selbst gehört einer Partei an, die auf regionaler und überregionaler offen für den Autobahnbau eintritt – doch für ihn galt die erfundene Regel politischer Neutralität nicht.

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Diskussionsrunde „Wie bleiben wir langfristig aktiv?“

Die Audio-Aufnahme der Diskussionsrunde ist jetzt online. Ihr findet sie hier.

Wenn ihr noch einen kleinen Beitrag für unseren nachhaltigen Aktivismus da lassen wollt, überweist gerne was auf unser Antirep-Konto. Vielen Dank auch für die Unterstützung der Rosalux SH und die technische Unterstützung von Julian.

Für den weiteren Austausch haben Zuhörer:innen eine Riot-Chatgruppe gegründet:  https://element.io/ #nachhaltigaktiv:matrix.org  

Mit uns diskutiert haben:

  • Hanna Poddig ist langjährige Vollzeitaktivistin, war schonmal im Knast und hält es für strategisch sinnvoll als Aktivisti Schulden zu machen. Ihre letzte Veröffentlichung: Klimakämpfe – Wir sind die fucking Zukunft.
  • Rehzi Malzahn interviewte für ihr Buch „Dabei geblieben“ Aktivisti übers langfristig dabei bleiben, hat inzwischen aber eine kritische Position dazu und will „lieber Rahmen sprengen und eine andere Form des Seins, in der Kämpfen auch Platz hat, aber das nicht darauf reduziert ist“.
  • Timo Luthmann schrieb das „Handbuch nachhaltiger Aktivismus“, ist selbst seit den 90ern in Kämpfen aktiv und stellt sich die Frage: Was macht Aktivist*innen wie auch soziale Bewegungen widerstandsfähiger, kreativer und erfolgreicher?
  • Ditsche ist seit den 80ern in der autonomen Szene aktiv. Heute immer noch auf Klimacamps am Start und mit einiger Kritik an der eigenen Generation.

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Ende Gelände 2021 – Infos und Vorbereitung in Kiel

Bisher hat sich Ende Gelände auf die Kohleverstromung konzentriert. Bei der Aktion im Herbst 2020 wurde, neben einigen Zielen von Kohleinfrastruktur, zum ersten Mal auch die Baustelle einer Gas-Pipeline vorgeknöpft – damit geht es jetzt weiter!
Erdgas bzw. Liquified natural gas (LNG) ist genauso schädlich für das Klima wie Kohle. Die Förderung von LNG durch „Fracking“ macht den Einsatz von großen Mengen Chemikalien notwendig, die Trinkwasser und Umwelt in der Umgebung verschmutzen und zu einem Ort der Zerstörung machen. Damit wird die Existenzgrundlage von indigenen Menschen zerstört und koloniale Ausbeutung fortgesetzt.
Kommt mit uns nach Brunsbüttel! Stoppen wir zusammen das LNG Terminal, bevor es gebaut wird! Entmanteln wir zusammen das Narrativ der Brückentechnologie Gas, als eine Brücke ohne zweites Ufer, als Brücke ins Nichts. Denn: Weiterlesen

Diskussionsrunde „Kein Burnout, wenn die Welt brennt“

Online-Diskussionsrunde am 08.07.2021 um 19:00 Uhr mit Hanna Poddig, Timo Luthmann, Rehzi Malzahn und Ditsche

 

Link zum Stream: https://live.activism.international/

Falls der Stream Probleme macht gibt es HIER (tkkg.noblogs.org) Infos zum Ersatz.

Aktivismus kann anstrengend sein. Es gibt immer was zu tun und alles ist immer wichtig und dringend. „Wenn ich’s nicht mache, macht es niemand“ geht vielen durch den Kopf und so werden die eigenen Belastungsgrenzen schnell überschritten. Für die Sache.

Langfristig geht das an die Substanz und trägt dazu bei, dass Menschen irgendwann gar nicht mehr politisch aktiv sind. Dabei könnten politische Bewegungen soviel kraftvoller sein, wenn mehr Aktivist*innen früherer Generationen dabei geblieben wären.

Wie können wir politische Arbeit so gestalten, dass Menschen langfristig motiviert und dabei bleiben können? Um darüber zu diskutieren haben wir vier Menschen eingeladen über Fragen der Rolle des Aktivismus in ihrem Leben, Hoffnung, Motivation und Frustration sowie ihre Strategien zu sprechen.

– Ditsche ist schon seit den 80ern und bis heute in der autonomen Szene aktiv.

Rehzi Malzahn interviewte zahlreiche Aktivisti, die dabei geblieben sind.

Hanna Poddig ist langjährige Vollzeitaktivistin und lebt dafür mit Strafen und Schulden.

Timo Luthmann hat das „Handbuch nachhaltiger Aktivismus“ geschrieben Die

Klimagürtel-Bündnis: Infoveranstaltung Südspange/ Ausbau der A21

Die A21 soll nach Kiel ausgebaut werden, obwohl wir alles andere als mehr Autos brauchen. Bei der Infoveranstaltung vom Bündnis Vorfahrt für den Klimagürtel geht’s um die Fragen:
Was sind die Planungen?
Wo sollen Grünflächen, Gebäude, Wald und Moor platt gemacht werden?
Wie wird der Verkehr ansteigen?
Was bedeutet das für Luftqualität und Lärmbelastung in Kiel?
Was für das Klima?
Wie kann das Ganze noch gestoppt werden?

Am Samstag, 07.03.2020 um 14 Uhr
im Waldhaus (Hornheimer Weg 98, 24113 Kiel)

Mehr über das Bündnis:
https://www.klimaguertel-kiel.de/

Infoabend: Verschärfung des Polizeirechts in Schleswig-Holstein

Wann? Di., 3.3. um 19 Uhr

Wo? Otto-Hahn-Hörsaal, Otto-Hahn-Platz 2 (CAU Kiel)

Die Kriminalität sinkt oder stagniert – gleichzeitig soll das Polizeirecht in Schleswig-Holstein verschärft werden. Laut dem Gesetzesentwurf vom November 2019 soll die Polizei (tödliche) Elektroschocker bekommen, nun auch auf Kinder schießen und präventiv elektronische Fußfesseln einsetzen dürfen. Beim Infoabend soll ein kritischer Blick auf den Gesetzesentwurf geworfen werden:

Was genau steht im neuen Gesetz drin? Wie sind wir alle und unsere Freiheit durch diese Änderungen gefährdet? Wie trägt die Verschärfung zu einer Aushöhlung der Gewaltenteilung und der Unschuldsvermutung bei? Und wie können wir gemeinsam dagegen aktiv werden?

Im Anschluss an den Vortrag ist Zeit für Fragen und eine kritische Diskussion. Die Veranstaltung wird organisiert von TKKG und Roter Hilfe Ortsgruppe Kiel mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Um gegen die geplanten Änderungen vorzugehen hat sich ein Bündnis gegen das neue Polizeigesetz gebildet. Hier die Stellungnahme vom Bündnis zum neuen Gesetz. Meldet euch gerne, wenn ihr mit eurer Gruppe auch beim Bündnis mitmachen wollt!