„Haben Sie schon einen Passierschein?!“ – Protest gegen den Kauf des MFG5-Geländes durch die Bundeswehr

„Haben Sie schon einen Passierschein?!“

Mit dieser Frage konfrontierten wir heute Nachmittag Fußgänger*innen und Fahrradfahrende, die an unserem „Kontrollposten“ auf dem MFG5-Gelände vorbei kamen. Was auf den ersten Blick wie ein lustiger Streich wirken könnte, droht bald schon bitterer Ernst zu werden: Seit Ende der Sommerpause verhandelt die Stadt Kiel mit der Bundeswehr, welche es für die Marine zurückkaufen möchte.

Der 21. September ist der internationale Tag des Friedens. Zu diesem Anlass fanden an mehreren Orten denzentrale Aktionen statt, um gegen die Remilitarisierung zu protestieren. In Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Heidelberg, Dresden, Berlin, Stuttgart und Koblenz gab es unter anderem Plakataktionen und Kundgebungen an Orten, wo Waffen produziert werden und die Bundeswehr für sich wirbt oder ihren Sitz hat. Unsere kreative Protestaktion in Kiel wurde von den Passant*innen sehr positiv aufgenommen. Neben regem Zuspruch kamen auch immer wieder Menschen auf uns zu, die das Bedürfnis nach intensiveren Gesprächen hatten. Viele von ihnen hatten die Petition gegen den Rückkauf, die nicht von uns kommt, die wir aber wichtig finden und gern teilen, zudem schon unterschrieben. Jung und Alt freuten sich außerdem über die verschiedenen Stempel, mit denen die Passierscheine verschönert werden konnten. Von Dino bis Seestern war für jede*n etwas dabei.

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Gegen Bundeswehrpropaganda – auf der KiWo und überall!

So wie jedes Jahr gab es auf der Kieler Woche neben Karussells, Konzerten und Fressbuden auch dieses mal wieder  eine ganze Menge Militärpropaganda von der Bundeswehr zu sehen. Ziel war die fortschreitende Militarisierung in der BRD zu normalisieren und zentral dabei der Versuch, gezielt junge Menschen für das Sterben mit dem Dienst an der Waffe für den Staat anzuwerben. Gerade erst wurde beschlossen, die Verteidigungsausgaben der Nato-Mitgliedsstaaten auf 5% des BIP zu erhöhen. Das würde laut den Zahlen von 2024 45% des Bundeshaushalts entsprechen. Während also eine massive Investition in größtenteils Aufrüstung und Bundeswehr bevorsteht bzw. schon begonnen hat, werden Gelder für soziale Strukturen, Gesundheit und Bildung in ähnlich drastischer Weise gekürzt. Und beim Beobachten der Diskussionen zur Wehrpflicht, scheint auch die Wiedereinsetzung dieser immer näher zu rücken

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MERZ WILL UNS AN DER FRONT. WIR ABER NICHT. Aufruf zur Demonstration

🔊 DEMONSTRATION | 🗓️ 28.06.2025

🕑 14:00 | 📍 GEWERKSCHAFTSHAUS, LEGIENSTAßE 22-24

Jedes Jahr wirbt die Bundeswehr auf der KiWo fürs Sterben und Töten. Bereits der 8. Klasse werden Kinder gezielt in ein militärisches Umfeld gelockt.

Das sogenannte “Camp Marine” auf der Kieler Woche reiht sich ein in eine politische Entwicklung, die immer mehr zu Aufrüstung, Militarisierung und einer Normalisierung der Kriegswirtschaft drängt. Das Camp stellt das Kämpfen als einen ehrenvollen Dienst an der Gesellschaft dar. Damit werden nun auch die Jüngsten der Gesellschaft gezielt in den geplanten Kriegskurs eingebunden.

Dies spricht gegen das UN-Verbot zur Bewerbung des Kriegsdienstes an Minderjährige. Der Beruf des Bundeswehrsoldaten ist kein normaler und darf auch nicht als ein solcher präsentiert werden. Menschen töten ist kein normaler Job!

Gerade nach dem vorliegenden Koalitionsvertrag, der eine “freiwillige” Pflicht zum Dienst an der Waffe vorsieht, ist es für uns als fortschrittliche Kräfte in Kiel notwendiger den je, uns gemeinsam gegen diesen Kurs zu stellen. Eine bevorstehende Wehrpflicht muss verhindert werden.

Wiedereinsetzung der Wehrpflicht – Nicht mit uns!

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, Dienstag den 22.10.24, ab 19 Uhr im Rohrbruch (Kieler Straße 56, Kiel).

Die sogenannte ‚Zeitenwende‘ ist in vollem Gange. Nicht nur Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, auch zahlreiche andere Politiker*innen reden immer wieder davon, dass Deutschland wieder ‚kriegstüchtig‘ werden müsse. Dazu gehört neben einer massiven Aufrüstung der Bundeswehr auch die Ausweitung der Werbekampagnen bei vor allem sehr jungen Menschen. Pistorius kündigte an prüfen zu lassen, in welcher Form gar die Wehrpflicht wieder eingesetzt werden könne.

Doch was bedeutet eigentlich ‚Wehrpflicht‘ und warum wurde sie 2011 ausgesetzt? Was ist daran so bedrohlich für uns und was können wir dem entgegensetzen? Über all das wollen wir uns mit Gottfried informieren und austauschen, aber auch diskutieren. Gottfried selbst hat früher Menschen beraten, die den Wehrdienst verweigern wollten.

Bringt gerne eigene Meinung, Fragen und Ideen mit – die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende für den Raum wird gebeten 🙂