„Gegen Nazis Hand in Hand – es gibt kein Ruhiges Hinterland!“ – das brachten am Samstagnachmittag (18.07.2026) bis zu 200 Menschen mitten im dörflichen Osterby bei einer antifaschistischen Kundgebung gegen die Einweihungsfeier des AfDlers und Vorstandsmitglied
ihrer Jugendorganisation „Generation Deutschland“ Kevin Dorow zum Ausdruck. Seine Versuche in der Dorfgemeinschaft Fuß zu fassen bleiben nicht unbemerkt. So kamen viele der Kundgebungsteilnehmer*innen aus Osterby, dem dörflichen Umfeld und den Hüttener Bergen. Schon vor Beginn der Antifa-Kundgebung waren einige von ihnen dem Aufruf des Aktionsbündnis Hüttener Berge gefolgt und haben an einem Spaziergang gegen Dorows Präsenz in der Gemeinde durchs Dorf teilgenommen.

Die antifaschistische Kundgebung startete mit kleiner Verzögerung, entwickelte dann jedoch einen entschlossenen, vielfältigen und einladenden Ausdruck.
Die Polizei karrte derweil dutzende Bereitschaftpolizist*innen zum Schutz von Dorows Anwesen heran. Die diensthabenden Beamt*innen kontaktierten gar den Busfahrer der gemeinsamen Kieler Anreise und hielten ihn dazu an, die Passagier*innen kurzfristig ohne Begründung nicht aus dem Bus steigen zu lassen und erst eine Haltestelle später zu halten.
Zudem bewachte sie die umliegenden Stromkästen und sperrte einige hundert Meter hinter Dorows Haus mit einer überzogenen Präsenz die Zufahrtsstraße ab.


Die kurzfristig anberaumte Kundgebung anlässlich der offensiven Rekrutierungsversuche des AfD-Faschisten für seine Party auch im Ort und dessen Ambitionen, etwa in der örtlichen Totengilde mitzumischen, konnte Dorows Strategie seiner eigenen Normalisierung einen Riegel vorschieben. Insbesondere die Vielfalt der Teilnehmer*innen und die starke Beteiligung aus der Region haben maßgeblich dazu beigetragen. Auch zukünftig gilt es in Osterby laut zu bleiben: „Alle zusammen gegen den Faschismus!“
