TKKG-Jahresrückblick auf 2021

Wir ersparen dem Verfassungsschutz mal die Arbeit, alles mühsam zusammen suchen zu müssen, liefern selbst einen Jahresrückblick für 2021 und bedanken uns für die kostenlose Werbung. Für uns war das kein leichtes Jahr, mussten wir doch immer einen Umgang mit der jeweils aktuellen Corona-Lage finden und uns dazu noch mit der stärker werdenden autoritären Formierung, aber auch einer Mischung aus Corona-Verharmlosenden mit echten Rechtsextremen auseinandersetzen. Trotzdem waren wir weiter für Klimagerechtigkeit aktiv – und werden es auch 2022 sein. Nicht alle Aktionen, auf die wir uns beziehen, waren von uns, manchmal haben wir uns auch nur gefreut.

Verkehr

Auch die Proteste gegen den geplanten Ausbau der B404 und der Bau der Südspange gingen in diesem Jahr weiter. So beteiligten wir uns am Bündnis „Vorfahrt gegen den Klimagürtel“ und nahmen an einer Fahrraddemonstration von Fridays For Future im Juni gegen den geplanten Straßenbau teil, im Rahmen der Verkehrswende-Aktionstage.

Zusammen mit weiteren Gruppen blockierten wir am globalen Klimastreiktag am 24.September mit einem Tripod und ca. 30 Menschen die B404 für mehrere Stunden. Bei der anschließenden Räumung wurden 12 Menschen vorübergehend festgenommen. Daraufhin gab es eine solidarische Gesa Mahnwache. Es wurde Essen und Trinken bereitgestellt und die nach mehreren Stunden wieder freigelassenen Menschen wurden freudig empfangen. Den Menschen in der Gesa wurden in der Zeit der Ingewahrsamnahme Grundlegende Rechte verwährt. So gab es nicht die Möglichkeit zu telefonieren und auf das Klingeln in der Zelle wurde erst nach sehr langer Zeit reagiert.

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Nein zu Scheinlösungen in der Klimakrise!

Es gibt viele gute Möglichkeiten, die Klimakrise anzugehen – und ähnlich viele Vorschläge, bei denen Vorsicht oder sogar Widerstand nötig ist. Fleißige Menschen haben ein Positionspapier zur unvollständigen Auflistung von „Klimascheinlösungen“ von Atomkraft über Offsetting bis hin zu Wasserstoff geschrieben, das wir mit unterzeichnen. Ihr findet das Posisitionspapier hier.

Scheinlösungen dienen häufig als grüne Beruhigungspille, um weiter machen zu können wie bisher. Manche bergen das Risiko ungeahnter Katastrophen, wie im Falle von Geoengineering. Viele Scheinlösungen machen die Welt zu einem noch ungerechteren Ort, indem sie Kolonialismus und Ausbeutung fortführen. Andere mögen ein Schritt in die richtige Richtung sein: Teillösungen, die im geplanten Ausmaß jedoch schädlich sind oder als vollumfängliche Heilsbringer kommuniziert werden, obwohl sie das alleine nicht leisten können. Viele lenken von tatsächlich klimagerechten Lösungen ab, indem sie Kapazitäten und Gelder binden sowie unrealistische Hoffnungen schüren. Fast allen ist gemein, dass sie aus der Idee eines „grünen Wachstums“ geboren sind, welches durch neue Märkte, scheinbar unbegrenzte „Natur“ und noch nicht existierende Technologien geschaffen werden soll. Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass diese Hoffnungen unrealistisch sind, da Wirtschaftswachstum immer mit Naturverbrauch einher geht. Wir wollen die Scheinlösungen für die Klimakrise entlarven und uns für klimagerechte Lösungen einsetzen. Denn so nötig es ist, dass die Menschen die Erderhitzung auf eine gerechte Art bewältigen, so gefährlich kann Klimapolitik sein, wenn sie den Interessen Einzelner dient.

Anreise zu Ende Gelände

Das Offene Klimatreffen organisiert eine Anreise zur Ende Gelände Aktion in Brunsbüttel am Donnerstag, 29.7. Treffpunkt 13.30 Uhr Fahrkarten-Automat Hbf
Wir lösen Gruppenkarten und fahren mit dem Zug 14.02 Richtung Hamburg.

Wer Lust hat am Donnerstag schon den Zug um 9:02 oder 10.02 Uhr zu nehmen oder erst Freitag abend fahren kann, kann sich gern per Mail tkkg[ät]riseup.net melden, da fahren jeweils auch einige Personen.

Ein Nachbereitungstreffen für Ende Gelände hat das Offene Klimatreffen hat
zusammen mit anderen Kieler Gruppen organisiert. Es findet am
Mittwoch, 11.8. um 16.30 Uhr im Werftpark, Am Teich statt.

Ende Gelände 2021 – Infos und Vorbereitung in Kiel

Bisher hat sich Ende Gelände auf die Kohleverstromung konzentriert. Bei der Aktion im Herbst 2020 wurde, neben einigen Zielen von Kohleinfrastruktur, zum ersten Mal auch die Baustelle einer Gas-Pipeline vorgeknöpft – damit geht es jetzt weiter!
Erdgas bzw. Liquified natural gas (LNG) ist genauso schädlich für das Klima wie Kohle. Die Förderung von LNG durch „Fracking“ macht den Einsatz von großen Mengen Chemikalien notwendig, die Trinkwasser und Umwelt in der Umgebung verschmutzen und zu einem Ort der Zerstörung machen. Damit wird die Existenzgrundlage von indigenen Menschen zerstört und koloniale Ausbeutung fortgesetzt.
Kommt mit uns nach Brunsbüttel! Stoppen wir zusammen das LNG Terminal, bevor es gebaut wird! Entmanteln wir zusammen das Narrativ der Brückentechnologie Gas, als eine Brücke ohne zweites Ufer, als Brücke ins Nichts. Denn: Weiterlesen

(PM) Weltwassertag: Aktivist*innen blockieren Covestro-Industriepark in Brunsbüttel

Seit den frühen Morgenstunden blockieren Aktivist*innen von TKKG und Ende Gelände die LKW-Einfahrt des Covestro-Industrieparks in Brunsbüttel. Sie protestieren anlässlich des heutigen Weltwassertages gegen das geplante LNG-Terminal (Flüssigerdgas) in Brunsbüttel und den Ausbau neuer Gasinfrastruktur generell. Der Covestro-Industrieparks und der ChemCoast Park Brunsbüttel unterstützen seit Jahren die Ansiedlung des geplanten Terminals. Ende Gelände plant im Sommer diesen Jahres eine Massenaktion gegen fossile Energieträger in Brunsbüttel. Weiterlesen

Jahresrückblick auf 2020 von TKKG

Da es so viel zu tun gibt und wir viel davon anpacken und auch 2020 wieder sehr aktiv waren, bieten wir hier einen subjektiven Jahresrückblick von dem, was an Klimakämpfen in Kiel und Schleswig-Holstein passiert ist und was uns im Jahr 2020 bewegt hat, nicht chronologisch, sondern thematisch sortiert, damit das Lesen mehr Spaß macht. Manchmal mischen wir dabei Sachen, die wir als TurboKlimaKampfGruppe gemacht haben und Sachen, die von anderer Seite passiert sind – und manchmal ist das gar nicht so klar trennbar weil wir eben auch gern und viel mit anderen zusammen arbeiten. Wichtig ist uns, dass etwas passiert, nicht von wem, Hauptsache radikal, entschlossen und mit viel Spaß gegen Klimakrise und Kapitalismus.

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Aktion gegen LNG-Terminal im Landtag SH – weltweiter Aktionstag gegen LNG

[Gefunden auf Indymedia]

Heute morgen, am 11.12., haben wir uns in der Plenarsitzung des schleswig-holsteinischen Landtags zu Wort gemeldet und ein Transparent mit der Aufschrift „STOP LNG“ gezeigt. Damit wollen wir einen extrem wichtigen Punkt auf die Tagesordnung setzen: Das geplante LNG-Terminal in Brunsbüttel. Wir stehen damit in Solidarität mit all den Menschen, die heute unter dem Motto #ShaleMustFall und #CleanGasIsADirtyLie weltweit gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen durch Erdgas, Fracking und LNG protestieren – Von Argentinien über die USA und Mosambik bis in den Kieler Landtag (1).