Grenzen auf, Menschen retten! Schilderwald

Wann: Samstag 18.04.2020 // 16:00 Uhr (pünktlich)
Wo: Museumshafen/Gablenzbrücke

#LeaveNoOneBehind

Anschließend, um 16:30 Uhr, begeben wir uns zur Reventlouwiese zur Kundgebung der Seebrücke Kiel:
https://www.facebook.com/events/552333382015045/

 

Die Lage an den EU-Außengrenzen ist nicht auszuhalten – nicht als Beobachter*in und schon garnicht als Betroffene*r. Seit Monaten und Jahren lassen es die Staaten der EU zu, dass Menschen, auf der Suche nach einem besseren Leben, ertrinken und verhungern, und wegen Erschöpfung, Unterversorgung und mangelnder Hygiene und somit an zunächst leichten Krankheiten sterben.

Während ganz Deutschland und die meisten Regionen der EU im Begriff sind, die schlimmsten gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie durch transparente Aufklärung der Bevölkerung und ätzenderweise auch mit den Methoden eines Polizeistaates abzuwenden, darf es nicht sein, dass Menschen, auf deren Nutzen die Wirtschaft gerade nicht so sehr angewiesen ist, im Stich gelassen werden.

Das Argument, dass die gegenwärtige Ausnahmesituation durch die Corona-Epidemie es nicht zuließe, dass Menschen in Not geholfen werden könne, darf auf keinen Fall gelten.

Hunderttausende europäische Urlauber*innen werden von den Abenteuerreisen und den Urlaubsregionen der Welt heimgeflogen da ein verlängerter Aufenthalt dort im Angesicht der Pandemie verständlicher Weise nicht zu verantworten wäre. – Aber Geflüchtete in den Lagern auf den griechischen Inseln sollen dort sich selbst und eben dieser Pandemie überlassen werden?

Für zehntausende unterbezahlte osteuropäische Erntehelfer*innen werden die Reisebeschränkungen gelockert, damit das Luxusgemüse Spargel nicht verrottet. – Aber mit Menschen an den EU-Grenzen lässt man genau das geschehen?

Wir wollen uns der Verrohung entgegenstellen.

Wir fordern:
• keinen Tag länger auf „Europäische Lösungen“ zu warten
• sofort umfangreiche Maßnahmen in die Wege zu leiten, mit dem Ziel, alle Lager an den EU-Ausengrenzen unverzüglich zu evakuieren, und die Menschen in die Städte und Gemeinden zu bringen die sich zu deren Aufnahme bereit erklärt haben, sowie in weitere Orte, die dafür eingerichtet werden
• der privaten Seenotrettung sofort alle Steine aus dem Weg zu räumen und deren Arbeit zu unterstützen, sowie weitere Schiffe – staatlich oder beauftragt- einzusetzen um die Seenotrettung im Mittelmeer und in der Ägäis zu gewährleisten

Wir stellen uns einen Schilderwald vor, so wie dies in der nahen Vergangenheit auch schon geschehen ist. Bitte denkt dran, ausreichend Abstand zueinander zu halten und euch was vor Mund und Nase zu tun.

1000 Grenztote seit Jahresbeginn zum 03.10.2019 – kein Grund zu feiern

Während Kiel sich auf die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit vorbereitet, erreichen uns die neuesten Meldungen von den europäischen Außengrenzen: Allein dieses Jahr 2019 sind bis Ende September fast 1000 Menschen im Mittelmeer ertrunken, auf der Suche nach einem besseren Leben oder Überleben. Einerseits den Fall der inneren Grenze zu feiern und andererseits die Außengrenzen so zu „sichern“, dass sie in einem Ausmaße tödlich werden, dass mensch es kaum glauben mag, erscheint einigen aus der TurboKlimaKampfGruppe so scheinheilig, dass sie am heutigen Abend die Gegend rund um den Bahnhof mit den Umrissen von Leichen bemalten – um auch den Feiernden das alltägliche Sterben vor Augen zu führen. Denn es ist die deutsche Politik, die dazu beiträgt. An der EU-Außengrenze manifestiert sich das Ende der Menschenrechte.

Grenzen auf – überall!

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TKKG ruft zur Seebrückendemo auf!

Seebrücke schafft sichere Häfen
Mo, 22.10. 17.30 Uhr Asmus-Bremer-Platz

Auch wir sind mit dabei, wenn die Kieler Zivilgesellschaft gemeinsam Flagge zeigt gegen Abschiebung, Ausgrenzung, rechte Hetze und für eine Welt ohne Rassismus, mit gleichen Rechten und Bewegungsfreiheit für alle. Seenotrettung ist leider eine Notwendigkeit und kein Verbrechen, solange Fluchtursachen wie Kriege, Umweltkatastrophen durch Klimawandel und Armut existieren.