1000 Grenztote seit Jahresbeginn zum 03.10.2019 – kein Grund zu feiern

Während Kiel sich auf die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit vorbereitet, erreichen uns die neuesten Meldungen von den europäischen Außengrenzen: Allein dieses Jahr 2019 sind bis Ende September fast 1000 Menschen im Mittelmeer ertrunken, auf der Suche nach einem besseren Leben oder Überleben. Einerseits den Fall der inneren Grenze zu feiern und andererseits die Außengrenzen so zu „sichern“, dass sie in einem Ausmaße tödlich werden, dass mensch es kaum glauben mag, erscheint einigen aus der TurboKlimaKampfGruppe so scheinheilig, dass sie am heutigen Abend die Gegend rund um den Bahnhof mit den Umrissen von Leichen bemalten – um auch den Feiernden das alltägliche Sterben vor Augen zu führen. Denn es ist die deutsche Politik, die dazu beiträgt. An der EU-Außengrenze manifestiert sich das Ende der Menschenrechte.

Grenzen auf – überall!

 

Dazu zitieren wir auch ein Statement von Seebrücke Kiel:

Eine traurige Nachricht: 2019 sind im Mittelmeer schon 994 Menschen ertrunken. 2019 wird das sechste Jahr in Folge sein, in dem über 1000 Menschen im Mittelmeer sterben. Insgesamt sind in den letzten sechs Jahren über 15.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken.

Europa, das sind deine Toten. Mit der Abschottungspolitik der EU, mit dem Blockieren und Beschlagnahmen von Rettungsschiffen, mit den fehlenden Bemühungen, eigene Rettungsschiffe zu schicken, verursacht Europa das Sterben im Mittelmeer und macht das Mittelmeer zum Massengrab. Das Mittelmeer bleibt die tödlichste Grenze der Welt.

Die „Lösung“ von Malta ist nur ein minimaler Schritt. Diese Politik ist nicht „geordnet“ wie Seehofer immer betont, sie ist tödlich. Es braucht einen echten Wandel, damit niemand mehr sterben muss.

WIR ALLE SIND DIE SEEBRÜCKE!

 

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