Besser spät als nie! Der Verfassungsschutzbericht lässt ja aber auch immer lange auf sich warten, also lieber Verfassungsschutz, ihr habt noch genug Zeit abzuschreiben. Auch dieses Jahr haben wir wieder eine Jahresrückblick geschrieben. Das Jahr 2022 war immer noch stark geprägt von den Corona-Beschränkungen, die im Laufe des Jahres aber immer weiter gelockert wurden. Wir haben das Jahr genutzt um eine Vielzahl von Themen zu bearbeiten. Ob Aktionen gegen Polizeigewalt, Blockaden von Kreuzfahrtschiffen oder Demos für günstigen Wohnraum. Viel ist passiert und die Energie mit der wir 2022 abgeschlossen haben werden wir auch in dieses Jahr mitnehmen um weiter für eine bessere Welt zu kämpfen. Nicht alle Aktionen, auf die wir uns beziehen, waren von uns, manchmal haben wir uns auch nur gefreut.
Archiv der Kategorie: Vortrag/Film
Filmvorführung „Finite – The Climate of Justice“ und Solidarität mit Lützerath!
Mehr als 50 Menschen waren heute mit uns im FahrradKinoKombinat und haben den Film ‚Finite – The climate of change‘ gesehen.
Der Film, der die Kämpfe gegen Kohle im Hambacher Forst und in Pont Valley (Großbritannien) begleitet hat, machte mal wieder mehr als deutlich, dass Klimagerechtigkeit eben nicht maßgeblich in den Parlamenten von Politiker*innen gemacht wird, sondern auf Straße, im Baumhaus, in Klettergurten, der KüFa, Mahnwache und so weiter.
Filmvorführung: Finite – The Climate of Change
Vom Widerstand gegen Braunkohle- damals wie heute.
Wir zeigen den Film „Finite“ im Fahrrad Kino Kombinat in der Alten Mu. Der Film erzählt vom Widerstand im Hambi und einem britischen Dorf gegen fossile Konzerne. Dabei könnte der Film nicht aktueller sein, denn demnächst soll das Dorf Lützerath in NRW geräumt werden.
Wir werden davor noch ein paar Worte zu Lützerath und der aktuellen Situation sagen, kommt auch gerne rum wenn ihr noch rechtliche Fragen oder Ähnliches habt.
Kritischer Semesterstart
An der Uni geht das neue Semester los. Dazu gibt es ein Bündnis aus 28 Hochschulgruppen, politischen Initiativen und Einzelpersonen, die sich zusammengeschlossen haben, um dieses Jahr das erste Mal die KriSe – den Kritischen Semesterstart – an die Uni zu bringen.
Es geht darum, neben den herkömmlichen Orientierungsveranstaltungen verschiedenste Perspektiven sichtbarer zu machen und Räume dafür zu schaffen. Von Mitte Oktober bis Ende November wird es für euch ein Programm mit vielen verschiedenen Formaten, kritischen Blickwinkeln und persönlichem Austausch
geben.
Lasst uns gemeinsam die Herbstzeit einläuten mit viel Krach und Aufmerksamkeit,
Zusammensein und Kennenlernen, voneinander lernen und Veränderungen starten.
Ob Lesung, Filmabend, Diskussion, offenes Plenum oder Stadtrundgang; wir freuen
uns, wenn ihr am Start seid – nicht nur bei den Veranstaltungen von TKKG am 2.11. und 15.11. oder bei unserem Kennenlernabend am 29.11.
Hier gibt es den Flyer mit allen Veranstaltungen der KriSe (pdf)
Ende Gelände – Veranstaltungen in Kiel
Zur Vorbereitung auf die diesjährigen Ende Gelände – Aktionstage vom 8. bis 15. August im Großraum Hamburg haben wir auch dieses Jahr in Kiel einige Vorbereitungsveranstaltungen.
Am nächsten Mo, 18.7. um 18 Uhr im Fahrradkinokombinat (Alte Mu, Lorentzendamm) geht es in einem Info-Vortrag um die Gas-Infrastruktur in Schleswig-Holstein und den geplanten Neubau eines LNG-Terminals in Brunsbüttel mit Referenten von dort. Weiterlesen
Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Unsere Solidarität gegen ihre Repression – Wissen gegen Ohnmacht
Do, 18.11. 19 Uhr
Rohrbruch, Kieler Str. 56
Repression macht oft Angst und erzeugt Gefühle von Ohnmacht – oft auch, weil wir gar nicht so genau wissen was da passiert und wie gefährlich ein bedrohlich klingendes Schreiben wirklich ist. Wir wollen dem solidarischen Austausch und Wissen um die Abläufe entgegen setzen. Deshalb wollen wir aufklären, darüber wie ein Strafverfahren abläuft, wann mensch eigentlich Einsicht in die Akten bekommt, welche Strafen es gibt oder wie das eigentlich mit Rechnungen und Schadensersatzforderungen läuft. Unterfüttern können wir das mit ein paar praktischen Beispielen aus den letzten Jahren.
Wenn ihr wollt erklären wir dann noch, welche Rechte ihr eigentlich auf der Polizeistation habt und diskutieren wie ein solidarischer Umgang in unterschiedlichen Situationen aussehen kann. Bringt ein bisschen Zeit mit.
Wir bitten euch, euch zu testen, auch wenn ihr geimpft seid. Selbsttests sind vor Ort kostenlos vorhanden – kommt dann aber bitte früh genug, um sie in Ruhe durchzuführen.
Morgen, 1.10: Ella – ein Dokufilm gegen die Lügen von Polizei und Justiz
Update: Hier könnt ihr den Film auch selbst zu Hause ansehen (YouTube).
Fr, 1.10. 17 Uhr (Einlass ab 16:30) – Hansastraße 48 Kiel
Es gilt die 3G-Regel (geimpft, getestet oder genesen)
Es war ein abschreckendes Urteil nach einer langen Untersuchungshaft: Die immer noch „unbekannte Person Nr. 1“ wurde vom Amtsgericht Alsfeld zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das dramatische Gerichtsverfahren basierte dabei komplett auf Erfindungen. Mehrere SEK-Polizisten tischten eine frei erfundene Story zu den Abläufen bei der Räumung der Waldbesetzung gegen die A49 im Herbst 2020 auf. Sie phantasierten von Fußtritten und Kniestößen, Lebensgefahr, Todesangst und Verletzungen. Geschwärzte Atteste mit gar nicht zum Tattag passenden Daten wurden als Beweise akzeptiert, Widersprüche zwischen Aussagen am Tag selbst und den konstruierten Vorwürfen Tage oder Wochen später zu Missverständnissen umetikettiert. Es war völlig klar: Mit „Ella“, die wie unbekannte Person (UP1) genannt wird, war ein Zufallsopfer gefunden, um die ganze Bewegung zu diskreditieren und abzuschrecken. Offenbar war den Lobbyist*innen einer Weiter-so-Autogesellschaft und der autoritär-politischen Justiz ein Schlag gegen Verkehrswende-Aktive wichtig, da diese durch die Besetzung des Dannenröder Waldes deutlich gestärkt wurden. Der Alsfelder Richter Süß machte sich zum Handlanger und willigen Vollstrecker. Paradox: Er schwächte die Verteidigung von Ella durch die Ablehnung von zwei der drei vorgesehenen Verteidiger*innen mit dem absurden Argument, diese seien kritisch gegenüber dem Autobahnbau eingestellt. Er selbst gehört einer Partei an, die auf regionaler und überregionaler offen für den Autobahnbau eintritt – doch für ihn galt die erfundene Regel politischer Neutralität nicht.

