Bericht zum diesjährigen Trans* Day of Visibility

Zum Trans* Day of Visibility (Trans* Tag der Sichtbarkeit) fanden sich vorgestern Nachmittag rund 70 trans* Personen und Allies bei Sonne, Wind und einem bunten Fahnenmeer zu einem gemeinsamen Picknick am Bootshafen zusammen. 🌞🏳️‍⚧️ Neben einem leckeren Buffet, Spielen und guter Musik gab es Redebeiträge, vorgelesene Buchausschnitte und Zitate, in welchen auf verschiedene Aspekte der Sichtbarkeit von trans* Personen hingewiesen und auch persönliche Erfahrungen geteilt wurden.

Außerdem nutzten die Besucher*innen der Veranstaltung die Möglichkeit, eine große trans* Flagge mit Kommentaren und Zitaten zu bemalen, um stärkende und positive Botschaften von und für die trans* Community zu hinterlassen.

Nach etwa zweieinhalb Stunden endete mit Sinken der Sonne und Temperatur zwar die Veranstaltung, doch nicht unsere Sichtbarkeit! Egal ob laut oder leise, kämpferisch oder entspannt, wütend, traurig, fröhlich, jung oder alt—wir stehen zusammen und sagen mit Recht: Trans* sein ist wunderschön!⚧️🏳️‍⚧️🫂🩵🩷🤍🩷🩵

Scheiß AfD, Scheiß Rassistenpack – Ihr habt keinen Platz in unsrer Stadt!


Gegen Nachmittag stellten sich bei bestem Kieler Wetter, mit wechselweise strahlendem Sonnenschein und (Schnee)Regen, etwa 25 Antifaschist*innen einem AfD-Stand auf dem Asmus-Bremer-Platz entgegen. Hubert Pinto de Kraus und die anderen AfDler versteckten sich unterdessen die meiste Zeit unter ihrem Pavillon, um nicht nass zu werden. Trauten sie sich doch mal raus um Flyer zu verteilen, wurden sie von den meisten der dem Wetter geschuldet vergleichsweise wenigen Passant*innen ignoriert.

Der antifaschistische Gegenprotest unterdessen rückte schrittweise näher an den AfD-Pavillon heran und verabschiedete die AfDler zum Abschluss nochmal gebührend.

Bleibt auch die nächsten Wochen aufmerksam und achtet auf Ankündigungen! Der AfD keine ruhige und ungestörte Propagandashow!

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda! Bericht vom Protest gegen „die Heimat“ in Neumünster

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

Am Samstag mobilisierten wir wieder einmal zusammen mit zahlreichen anderen Antifaschist*innen aus ganz Schleswig-Holstein nach Neumünster, um der Propaganda der Neonazis von der Partei ‚Die Heimat‘ (ehemals NPD) entgegenzutreten.

Während vor Ort schon ab kurz vor eins die ersten Demonstrationen und Gegenkundgebungen, unter anderem von Verein Tolzi starteten und sich auf den gegenüberliegenden Bürgersteigen platzierten, machten sich einige Antifaschist*innen auf eigene Faust auf den Weg zum Kundgebungsort der Faschist*innen auf dem Gänsemarkt.

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Kiel, 23.03.2026

Gegen 10 Uhr versammeln sich rund ein Dutzend Menschen vor dem Amtsgericht in der Deliusstraße. Sie wollen einem Prozess beiwohnen, in dem es um das Abbrennen von Pyrotechnik um Umfeld einer Landstromanlage geht. Die Anlage gilt als brandgefährdeter Ort. Das Ganze war ein Protest gegen die Kreuzfahrtindustrie.

Vor dem Gerichtsgebäude parken zwei Polizeiautos, drinnen wartet die Mobile Einsatzgruppe (MEG). Sie war vor knapp 25 Jahren als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 gegründet worden. Eigentlich soll sie „insbesondere in […] Prozessen zum Einsatz [kommen], in denen eine erhöhte Sicherheitsgefährdung besteht“. Heute hingegen beschützt sie einen Ordnungswidrigkeitprozess.

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Tag gegen Polizeigewalt

Zum heutigen Tag gegen Polizeigewalt haben wir im Stadtgebiet Hinweisschilder angebracht, um auf Fälle hinzuweisen, bei denen durch Polizeigewalt Menschen verletzt oder getötet worden sind. 
In den letzten Jahren steigt die Zahl der durch Polizeigewalt getöteten immer weiter an und erreichte im Jahr 2024 mit 22 getöteten Menschen einen neuen Höchststand. Seit der Wiedervereinigung wurden 378 Personen durch die Polizei in Deutschland getötet. 

Besonders betroffen von tödlichen Polizeischüssen sind migrantisierte Personen, Wohnungslose und Menschen in psychischen Ausnahmesituationen.

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Pyrotechnik auf der Landstromanlage – eine Ordnungswidrigkeit?

Owi ist das schön! Wiedermal ein Verfahren gegen die linke Szene. Diesmal der Vorwurf: Anzünden von Pyrotechnik. Ja, da rauchen nicht nur die Bengalos sonder auch so manche Köpfe. Doch bei Solidarität müssen wir nicht lang fackeln. Wenn ihr die hitzige Diskussion nicht verpassen wollt, dann kommt am 23.03. um 10 Uhr zum Amtsgericht Kiel zur solidarischen Prozessbegleitung. Pyrotechnik ist kein Verbrechen – und auch keine Owi (Ordnungswiedrigkeit)! Feuer und Flamme der Repression!

Bericht von Protest gegen die AfD am Kieler Rathaus

Kiel bleibt Antifa – Kiel bleibt Antifa!

So hallte es gestern Nachmittag wieder einmal durch die Waisenhofstraße, als etwa 100 Antifaschist*innen erneut gegen die Präsenz der AfD und ihrer Anhänger*innen im städtischen Rathaus protestierten.

Die meisten von ihnen versammelten sich dafür direkt am Eingang zum Parkplatz des Rathauses. In verschiedenen Redebeiträgen betonten die Redner*innen, wie wichtig es ist nicht nachzulassen und den Rechten und Faschist*innen weiterhin nicht den städtischen Raum ohne weiteres zu überlassen. Das Bündnis Widersetzen nannte zudem wichtige anstehende Termine, die sich Antifaschist*innen unbedingt im Kalender notieren sollten, wie den 08. Mai, an dem Neonazis in Demmin (MV) so wie jedes Jahr mit ihrem ‚Trauermarsch‘ zum Jahrestag des Endes des zweiten Weltkrieges die Naziverbrechen relativieren wollen. Haltet Augen und Ohren offen für weitere Ankündigungen!



Besucher*innen für die AfD-Veranstaltung im Ratsaal blieben bis auf ein paar wenige aus. Unterdessen stellte die zweite Eutiner Einsatzhundertschaft mal wieder ihr Können in Puncto Eskalation und Gefährdung von Menschenleben unter Beweis: Eine Gruppe von Antifas, die sich am anderen Straßenende auf dem Gehweg positionieren wollte, wurde gewaltsam auf die befahrene Straße, geradewegs vor einen Bus geschubst und geschlagen. Mit einem riesigen, behelmten und behandschuhten Aufgebot verfolgten die Einsatzkräfte die  Antifas daraufhin in bedrohlich (oder eben angesichts des Ablaufes geradezu peinlich) anmutendem Auftritt auf Schritt und Tritt, auch noch mehrere Minuten nach Auflösung und Beendigung der Versammlung. 

Die Ansammlung von Antifas blieb in etwa bis Veranstaltungsbeginn der AfD an der Straße und machte mit Transpis und Parolen den Protest auch an dieser Seite sicht- und hörbar. Danach zog sie geschlossen zur Kundgebung am Parkplatz.