Kein Dialog mit Faschisten!AfD raus aus dem Rathaus – unser Kiel bleibt Antifa!

Fr. 10.04.26 | 16 Uhr | Antifaschistische Bündniskundgebung | Rathaus (Waisenhofstr.)

Es geht in die nächste Runde: Auch diesen Monat darf die faschistische AfD auf den Ratssaal im Kieler Rathaus zurück greifen, um dort eine weitere „Fraktion im Dialog“-Veranstaltung abzuhalten. Und auch diesmal muss als Referent wieder das eigene Personal aus der Region herhalten. Der schleswig-holsteinische Europa-Abgeordnete der AfD, Volker Schnurrbusch, soll hier zum Verhältnis von EU und Kommune sprechen. Und wie immer sagen wir: Es interessiert uns einen Scheißdreck, was Rechte zu sagen haben, egal zu welchem Thema.

Die erneute Veranstaltung im Rathaus kann als weiterer Baustein in dem Versuch der Kieler AfD gewertet werden, auch abseits der Wahlkampfzeiten eine kontinuierliche Präsenz in der Stadt zu entwickeln. Auch die sich zuletzt häufenden montägliche Propaganda-Stände in der Innenstadt, bei denen sie diese Veranstaltungen bewirbt, müssen so eingeordnet werden.

Erfreulicherweise bleiben diese rechten Raumnahmeversuche auch weiterhin nicht unbeantwortet: Weder am Rathaus, noch an besagten Montagen bleibt die AfD lange allein. Kieler Antifas stellen sich mit langem Atem den AfD-Auftritten entgegen, wo immer sich die rechten Hetzer aus den Löchern wagen. Und selbst an einem verregneten Montagnachmittag müssen sie damit rechnen, von einer zweistelligen Anzahl Gegendemonstrant:innen lahm gelegt zu werden.

Damit dies weiterhin so bleibt, rufen wir alle Antifaschist:innen dazu auf, sich am kommenden Freitag der Überlassung des Rathauses an die Faschisten entgegen zu stellen. Seid laut, nehmt euch den Raum rund um das Rathaus, belagert den Einlass und kommt zur Antifa-Kundgebung. Wenn auch Gesellschaft und politischer Mainstream nach Rechts rücken, autoritäre Krisenverwaltung von oben durchgesetzt wird und Nationalismus und Rassismus grassieren, werden wír uns der Normalisierung der rechten Brandbeschleuniger auch weiter konsequent entgegen stellen. Wir sehen uns auf der Straße!

Nicht nachlassen: Kein Fußbreit dem Faschismus – dem Rechtsruck entgegen!

www.antifa-kiel.org

Bericht zum diesjährigen Trans* Day of Visibility

Zum Trans* Day of Visibility (Trans* Tag der Sichtbarkeit) fanden sich vorgestern Nachmittag rund 70 trans* Personen und Allies bei Sonne, Wind und einem bunten Fahnenmeer zu einem gemeinsamen Picknick am Bootshafen zusammen. 🌞🏳️‍⚧️ Neben einem leckeren Buffet, Spielen und guter Musik gab es Redebeiträge, vorgelesene Buchausschnitte und Zitate, in welchen auf verschiedene Aspekte der Sichtbarkeit von trans* Personen hingewiesen und auch persönliche Erfahrungen geteilt wurden.

Außerdem nutzten die Besucher*innen der Veranstaltung die Möglichkeit, eine große trans* Flagge mit Kommentaren und Zitaten zu bemalen, um stärkende und positive Botschaften von und für die trans* Community zu hinterlassen.

Nach etwa zweieinhalb Stunden endete mit Sinken der Sonne und Temperatur zwar die Veranstaltung, doch nicht unsere Sichtbarkeit! Egal ob laut oder leise, kämpferisch oder entspannt, wütend, traurig, fröhlich, jung oder alt—wir stehen zusammen und sagen mit Recht: Trans* sein ist wunderschön!⚧️🏳️‍⚧️🫂🩵🩷🤍🩷🩵

Scheiß AfD, Scheiß Rassistenpack – Ihr habt keinen Platz in unsrer Stadt!


Gegen Nachmittag stellten sich bei bestem Kieler Wetter, mit wechselweise strahlendem Sonnenschein und (Schnee)Regen, etwa 25 Antifaschist*innen einem AfD-Stand auf dem Asmus-Bremer-Platz entgegen. Hubert Pinto de Kraus und die anderen AfDler versteckten sich unterdessen die meiste Zeit unter ihrem Pavillon, um nicht nass zu werden. Trauten sie sich doch mal raus um Flyer zu verteilen, wurden sie von den meisten der dem Wetter geschuldet vergleichsweise wenigen Passant*innen ignoriert.

Der antifaschistische Gegenprotest unterdessen rückte schrittweise näher an den AfD-Pavillon heran und verabschiedete die AfDler zum Abschluss nochmal gebührend.

Bleibt auch die nächsten Wochen aufmerksam und achtet auf Ankündigungen! Der AfD keine ruhige und ungestörte Propagandashow!

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda! Bericht vom Protest gegen „die Heimat“ in Neumünster

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

Am Samstag mobilisierten wir wieder einmal zusammen mit zahlreichen anderen Antifaschist*innen aus ganz Schleswig-Holstein nach Neumünster, um der Propaganda der Neonazis von der Partei ‚Die Heimat‘ (ehemals NPD) entgegenzutreten.

Während vor Ort schon ab kurz vor eins die ersten Demonstrationen und Gegenkundgebungen, unter anderem von Verein Tolzi starteten und sich auf den gegenüberliegenden Bürgersteigen platzierten, machten sich einige Antifaschist*innen auf eigene Faust auf den Weg zum Kundgebungsort der Faschist*innen auf dem Gänsemarkt.

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Kiel, 23.03.2026

Gegen 10 Uhr versammeln sich rund ein Dutzend Menschen vor dem Amtsgericht in der Deliusstraße. Sie wollen einem Prozess beiwohnen, in dem es um das Abbrennen von Pyrotechnik um Umfeld einer Landstromanlage geht. Die Anlage gilt als brandgefährdeter Ort. Das Ganze war ein Protest gegen die Kreuzfahrtindustrie.

Vor dem Gerichtsgebäude parken zwei Polizeiautos, drinnen wartet die Mobile Einsatzgruppe (MEG). Sie war vor knapp 25 Jahren als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 gegründet worden. Eigentlich soll sie „insbesondere in […] Prozessen zum Einsatz [kommen], in denen eine erhöhte Sicherheitsgefährdung besteht“. Heute hingegen beschützt sie einen Ordnungswidrigkeitprozess.

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Tag gegen Polizeigewalt

Zum heutigen Tag gegen Polizeigewalt haben wir im Stadtgebiet Hinweisschilder angebracht, um auf Fälle hinzuweisen, bei denen durch Polizeigewalt Menschen verletzt oder getötet worden sind. 
In den letzten Jahren steigt die Zahl der durch Polizeigewalt getöteten immer weiter an und erreichte im Jahr 2024 mit 22 getöteten Menschen einen neuen Höchststand. Seit der Wiedervereinigung wurden 378 Personen durch die Polizei in Deutschland getötet. 

Besonders betroffen von tödlichen Polizeischüssen sind migrantisierte Personen, Wohnungslose und Menschen in psychischen Ausnahmesituationen.

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Pyrotechnik auf der Landstromanlage – eine Ordnungswidrigkeit?

Owi ist das schön! Wiedermal ein Verfahren gegen die linke Szene. Diesmal der Vorwurf: Anzünden von Pyrotechnik. Ja, da rauchen nicht nur die Bengalos sonder auch so manche Köpfe. Doch bei Solidarität müssen wir nicht lang fackeln. Wenn ihr die hitzige Diskussion nicht verpassen wollt, dann kommt am 23.03. um 10 Uhr zum Amtsgericht Kiel zur solidarischen Prozessbegleitung. Pyrotechnik ist kein Verbrechen – und auch keine Owi (Ordnungswiedrigkeit)! Feuer und Flamme der Repression!