Bericht von Protest gegen die AfD am Kieler Rathaus

Kiel bleibt Antifa – Kiel bleibt Antifa!

So hallte es gestern Nachmittag wieder einmal durch die Waisenhofstraße, als etwa 100 Antifaschist*innen erneut gegen die Präsenz der AfD und ihrer Anhänger*innen im städtischen Rathaus protestierten.

Die meisten von ihnen versammelten sich dafür direkt am Eingang zum Parkplatz des Rathauses. In verschiedenen Redebeiträgen betonten die Redner*innen, wie wichtig es ist nicht nachzulassen und den Rechten und Faschist*innen weiterhin nicht den städtischen Raum ohne weiteres zu überlassen. Das Bündnis Widersetzen nannte zudem wichtige anstehende Termine, die sich Antifaschist*innen unbedingt im Kalender notieren sollten, wie den 08. Mai, an dem Neonazis in Demmin (MV) so wie jedes Jahr mit ihrem ‚Trauermarsch‘ zum Jahrestag des Endes des zweiten Weltkrieges die Naziverbrechen relativieren wollen. Haltet Augen und Ohren offen für weitere Ankündigungen!



Besucher*innen für die AfD-Veranstaltung im Ratsaal blieben bis auf ein paar wenige aus. Unterdessen stellte die zweite Eutiner Einsatzhundertschaft mal wieder ihr Können in Puncto Eskalation und Gefährdung von Menschenleben unter Beweis: Eine Gruppe von Antifas, die sich am anderen Straßenende auf dem Gehweg positionieren wollte, wurde gewaltsam auf die befahrene Straße, geradewegs vor einen Bus geschubst und geschlagen. Mit einem riesigen, behelmten und behandschuhten Aufgebot verfolgten die Einsatzkräfte die  Antifas daraufhin in bedrohlich (oder eben angesichts des Ablaufes geradezu peinlich) anmutendem Auftritt auf Schritt und Tritt, auch noch mehrere Minuten nach Auflösung und Beendigung der Versammlung. 

Die Ansammlung von Antifas blieb in etwa bis Veranstaltungsbeginn der AfD an der Straße und machte mit Transpis und Parolen den Protest auch an dieser Seite sicht- und hörbar. Danach zog sie geschlossen zur Kundgebung am Parkplatz.

Freiheit für alle politischen Gefangenen – gemeinsam gegen ihre Repressionen!

Demo zum Tag der politischen Gefangenen:
Mi. 18.03.2026 | 18h Platz der Matrosen Kiel


„Am 18. März begehen wir als Linke seit über 100 Jahren den Tag der politischen Gefangenen. Dieser Tag hat in den letzten Jahren auch in der BRD an Bedeutung gewonnen. In Zeiten der Krise erleben wir eine massive Militarisierung der Polizei, einen Ausbau der Überwachungsorgane, Gesetzesverschärfungen und zunehmende Hetze gegen politische Kräfte, die sich der autoritären Formierung der bürgerlichen Gesellschaft in den Weg stellen. Immer mehr Aktivist*innen sehen sich von Repressionen bis hin zu Knast bedroht.



Im Februar dieses Jahres wurde die antifaschistische Aktivist*in Maja in Budapest nach einem monatelangen Schauprozess wegen der Beteiligung an Aktionen gegen den Neonazi-Großaufmarsch „Tag der Ehre“ zu 8 Jahren Haft verurteilt. Majas Urteil ist aber nur ein besonders drastischer Höhepunkt der Kriminalisierung antifaschistischer Politik. Vor wenigen Wochen begann in Düsseldorf der Prozess im „Budapest-Komplex“ gegen Paula, Nele, Emi, Moritz, Clara und Luca. Bereits im letzten Jahr wurde Hanna aus Nürnberg zu 5 Jahren Haft verurteilt. Zeitgleich werden zahlreiche Genoss:innen weiterhin im „Antifa-Ost“-Verfahren angegriffen, mit denen notwendiger militanter Selbstschutz in Regionen, aus denen der „NSU“ erwachsen ist und in denen die AfD die stärkste Kraft stellt, kriminalisiert werden soll.

Die Repression des Staates soll widerständiges Handeln lähmen, um die Perspektive auf ein besseres Leben und eine befreite Gesellschaft zu zerstören. Doch wir dürfen uns nicht brechen lassen, gerade in Zeiten, in denen faschistische Kräfte erstarken, die Mitte weit nach rechts rückt, soziale Errungenschaften zerschlagen werden, Kriege eskaliert werden und der Kapitalismus den Planeten aufzufressen droht. Wenn der Staat angreift, müssen wir als Linke zusammenstehen, uns mit betroffenen Genoss:innen solidarisieren und ihre Repression abwehren. Denn treffen wird es immer Einzelne, gemeint sind stets alle, die sich gegen Faschismus, Ausbeutung und Unterdrückung wehren.“

www.antifa-kiel.org

AfD raus aus dem Rathaus! Kein Dialog mit den Rechten – für ein solidarisches Kiel!

Fr. 06.03.26: Antifaschistische Bündniskundgebung
16h Rathaus (Waisenhofstr.) Kiel

EA: 0431/5303435

Letzte Woche versuchten die Rechten nun erstmals wieder, dicht bewacht von Bereitschaftspolizei, an einem regnerischen Montag mit einem Propagandastand am Asmus-Bremer-Platz Präsenz zu zeigen. Und diese Woche wollen sie nun mal wieder das Rathaus für ihre Hetze okkupieren. Um ein Frühlingserwachen der AfD direkt im Keim zu ersticken, braucht es also wie immer antifaschistischen Widerstand gegen jegliche rechte Raumnahme. Genau dafür werden wir auch an diesem Freitag sorgen und rufen zur gemeinsamen Kundgebung des Runden Tisch gegen Rassismus & Faschismus am Rathaus auf. Macht euch bereit und schließt euch den antifaschistischen Aktionen gegen die AfD-Umtriebe im Rathaus an!

Unser Kiel bleibt antifaschistisch – den Rechtsruck auf der Straße stoppen!

Donnerstag: Antimilitaristische Demonstration gegen das NATO-Manöver in Kiel!

Krieg beginnt hier: Gegen das NATO-Manöver in Kiel!
Keine Werbeshow für das türkische Militär – Solidarität mit Rojava!

Antimilitaristische Demonstration:
Donnerstag, 12.02.2026 | 17 Uhr | Elendsredder/Holtenauer Str.


Die NATO-Eingreifsflotte, darunter auch der türkische Drohnenträger „Anadolu“, ist heute in Kiel am Marinestützpunkt in der Wik eingelaufen. Antimilitaristische Aktivist:innen begrüßten die Schiffe bereits bei ihrer Ankunft in der Kieler Förde mit einer unübersehbaren Solidaritätsbotschaft für das bedrohte Rojava. Am Donnerstag werden wir mit einer Demonstration durch die Wik zum Marine-Areal gehen und gemeinsam klarstellen: Kein Frieden mit der NATO – Militär raus aus unserer Stadt – Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf!

„Wir werden nicht schweigen, wenn dem türkischen Militär hier in Kiel durch die NATO eine gigantische Werbefläche geboten wird, während in Kurdistan und anderswo täglich Menschen durch deren kriegerische Vorstöße in den Mittleren Osten und seine dschihadistischen Stellvertreter ermordet werden. Rojava und die kurdische Befreiungsbewegung stehen für Rätedemokratie, Selbstbestimmung, Frauenrevolution, ökologisches kooperatives Wirtschaften und für gleichberechtigte ethnische und religiöse Vielfalt. All das ist weiterhin akut bedroht – durch die syrische Zentralregierung und den Erdogan-Faschismus in der Türkei, unterstützt und gedeckelt durch die westlichen Imperialmächte, die nach dem Sturz von Assad mit Al-Sharaa einen verlässlichen Partner zur Durchsetzung ihrer Interessen aufbauen wollen.

Wir rufen deshalb zum Protest und Widerstand gegen das NATO-Manöver in der Ostsee und die Vorbereitung kommender imperialistischer Kriege auf, insbesondere auch gegen die türkische Beteiligung. Solidarität mit der Bevölkerung und den Verteidiger:innen der Demokratischen Selbstverwaltung Nordostsyrien heißt auch, sich hier den Verantwortlichen, Profiteuren und Mittätern des Krieges in Rojava entgegenzustellen. Beteiligt euch an den Aktionen gegen das NATO-Manöver!

Krieg dem Krieg – NATO versenken!
Türkische Armee raus aus Kurdistan – lang lebe Rojava!“

Spontandemonstration zur Urteilsverkündung! #FreeMaja!

Freiheit für Maja – auf die Straße nach dem Urteil in Budapest!
Schluss mit der Kriminalisierung von Antifaschismus!

HEUTE (04.02.26) | Spontandemo | 17.30 Uhr | Dreiecksplatz | Kiel
Ermittlungsausschuss: 0431/530 34 35


„Im Laufe des heutigen Tages wird unser:e Gennoss:in Maja nach über 550 Tagen menschenverachtender Isolationshaft und einem Monate langen Schauprozess vom rechts-autoritär regierten ungarischen Staat in Budapest verurteilt werden. Dieses Urteil wird jedoch nicht das Ende der bisher erlittenen Folter sein. Maja steht nun eine bis zu 24-jährige Haftstrafe bevor, die gleiche untragbare Haftbedingungen verspricht wie vor der Verurteilung. Auch die Urteile gegen Gabri und Anna sollen heute fallen.

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Jahresrückblick 2025

Wir blicken zurück auf ein aktionsreiches Jahr, in dem der Rechtsruck immer spürbarer wurde und wir uns zunehmend auch mit der gesellschaftlichen Militarisierung auseinander setzen mussten. Trotz alledem kämpfen wir weiter für den Erhalt der Lebensgrundlagen von uns allen.

Klima

Wie schon seit vielen Jahren beteiligten wir uns auch in diesem Jahr wieder an den stattfindenden Klimastreiks.

Darüber hinaus wurden wir vor allem zu den Themenbreichen Verkehr, Kreuzfahrt und Aufrüstung aktiv, um für Klimagerechtigkeit zu streiten.

Verkehr

Noch immer sind wir gegen jeden Autobahn- und Straßenausbau, denn wir möchten eine Mobilitätswende für alle, mit kostenlosem Nahverkehr durch Stadtbahn, Busse, Züge für alle und viel Platz für Fußgänger*innen und Radfahrende. Deshalb haben wir in diesem Jahr  mit einer Abseilaktion von einer Brücke und dem Besetzen von Baufahrzeugen die Baustelle der A21 blockiert, am 10. März und am Sonntag drauf zusammen mit dem Grüngürtelbündnis eine Fahrraddemonstration gegen die A21 durchgeführt. 

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Castor Alarm Frühjahr 2026! – Infoveranstaltung 9.2.

Castor stoppen - Infoveranstaltung schwarzes X auf gelbem Grund

Sellafield – Nordenham – Bremen- Buchholz- Harburg – Wilhelmsburg – Hamm – Barmbek – Eidelstedt – Pinneberg – Itzehoe – Brunsbüttel – Brokdorf

Castor Transport? Das hört sich an wie eine Geschichte aus längst vergangener Zeit, und so ist es auch. Atomkraftwerke werden in Deutschland nicht mehr betrieben, aber der Atommüll – ups, den gibt es ja immer noch. Und weil es in den nächsten Jahrzehnten auch kein End-Lager geben wird, wird der Atommüll hin und her geschoben, von irgendwo nach nirgendwo. In diesem Fall von der britischen Atomfabrik Sellafield, die vor rund 70 Jahren für das britische Atomwaffenprogramm gebaut wurde, zum „Zwischenlager“ des ehemaligen AKW Brokdorf, dass in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut wurde. Wobei „Zwischen“ eigentlich ein Scherz ist, denn aktuell geht die die Bundesgesellschaft für Endlagerung davon aus, das sie irgendwann zwischen 2046 und 2074 einen neuen Endlager Standort benennen wird, der dann ja nur noch gebaut werden müsste – gute 100 Jahre, nachdem 1977 der Endlagerstandort Gorleben benannt wurde. Real: Atommüllverschiebung als Endlagerkonzept. Seit Beginn der Produktion von Atommüll wird dieser hin und her geschoben, mit dem Hinweis das es irgendwann einmal ein sagenumwobenes „End“-lager geben wird, mit dem wir dann alle Sorgen los sind, weshalb es ja auch „Entsorgung“ heist. Diese sinnlose Atommüllverschiebung machen wir nicht mit ! Wir wissen auch nicht, wohin mit dem Atommüll, wussten es noch nie, und waren deshalb immer dagegen ihn zu produzieren. Das planlose verschieben von Atommüll von einem Ort zum Nächsten ist gefährlich, und versucht die Ewigkeitskosten der Atomindustrie zu vertuschen. Ein nuklearer Hütchenspielertrick – da machen wir nicht mit. Mögliche Transportrouten, Hintergrundinfos über Atomkraft und Atommüll und was deshalb geplant ist erfahrt Ihr am Mo, 9.2. um 20 Uhr im Stadtteilladen Anni Wadle in Kiel (Kieler Str.12) life oder auf Castor-stoppen.de