Solidarität mit den Gefangenen im Abschiebeknast in Glückstadt – Kommt zur Kundgebung!

Über die Kampagne Glückstadt ohne Abschiebehaft teilten 15 Inhaftierte des Abschiebegefängnisses Glückstadt am Montag mit, aus Protest gegen das Unrecht ihrer Inhaftierung in den Hungrstreik getreten zu sein. Sie stelltem Forderungen auf, die wir in der Nacht zu heute rund um das Justizmimisterium Schleswig-Holsteins (Lorentzendamm 35) mit Kleister und einlaminierten Schildern sichtbar gemacht haben! Für Samstag Nachmittag (15:30 Uhr) hat die Kampagne dort eine Kundgebung angekündigt, um den Protest der Inhaftierten zu unterstützen und ihre Forderungen am Justizministerium mitzuteilen, denn dort sitzen die Verantwortlichen für das Gefängnis.
Kommt am Samstag zur Demo und seid solidarisch – Migration is not a crime!



Die Forderungen der Inhaftierten:


– Achtung der Menschenwürde
– Sicherung medizinischer Versorgung
– Stopp grundloser Inhaftierungen
– schnelle und faire Verfahren

Unterstützt die Gefangenen und kommt am Samstag nach der Demonstration gegen das neue Polizeigesetz in Schleswig-Holstein zur Justizministerium zur Kundgebung in Solidarität mit den Gefangenen!

Nach Nazi bennante Straße umbenannt

Stell dir vor du lebst in einer Straße, die nach einem Nazi benannt ist. Im März 1933 war er in die NSDAP eingetreten. Im folgenden Jahr machten die Nazis ihn zum Bürgermeister. In jenem Amt ließ er Zwangsarbeiter*innen einen „Adolf-Hitler-Sportplatz“ errichten, hielt Vorträge über die „Reinhaltung des deutschen Blutes“, posierte mit Hitlergruß und SA-Uniform und ließ Opfer faschistischer Gewalt die Entfernung von Nazi-Schmierereien bezahlen. Nach dem Krieg wurde er als „entlastet“ eingestuft und es kam zu besagter Benennung der Straße.

Was nach einer Geschichte aus den frühen 50ern klingt ist in Kronshagen so bis heute Realität. Erst 2023 legte ein Gutachten die Verstrickungen von Paul Drews im faschistischen Deutschland zweifelsfrei offen. Zwei Jahre später beschloss die Gemeinde die Straße in Kranichstraße umzubenennen. (Das ‚Kron‘ in Kronshagen bedeutet ‚Kranich‘) Eigentlich sollte dies zum 1. Juni 2026 geschehen. Doch ein Widerspruch von Anwohnenden stoppte die Umbenennung jetzt auf juristischem Wege. Nachdem deutsche Gerichte Drews sein ganzes Leben über unbehelligt ließen, schützt ihn die selbe Justiz jetzt auch nach seinem Tod bis in die Gegenwart. Wann eine endgültige Entscheidung getroffen wird ist offen.

Wir als Antifaschst*innen haben für diese Verzögerung kein Verständnis. Ja, Papier mag geduldig sein – wir aber sind es nicht! Also nehmen wir die Umbenennung jetzt selbst in die Hand! In der Nacht von Sonntag auf Montag haben wir mehrere der betreffenden Straßenschilder erneuert.
Für die Freiheit für das Leben:
Nazi-Straßen überkleben!
Drews geht gar nicht! Deshalb: Kranich!

Quellen:

https://www.kronshagen.de/nachrichten/artikel/umbenennung-buergermeister-drews-strasse

https://www.histsem.uni-kiel.de/de/das-institut-1/abteilungen/regionalgeschichte-mit-schwerpunkt-schleswig-holstein/drews-gutachten


https://www.histsem.uni-kiel.de/de/das-institut-1/abteilungen/regionalgeschichte-mit-schwerpunkt-schleswig-holstein/drews-gutachten

Dem Rechtsruck entgegen – für eine Fördestadt ohne Faschist:innen!

Antifaschistische Bündniskundgebung | Freitag, 05.06.2026 | 16.30 Uhr | Rathaus (Waisenhofstr.) |

„Am Freitag soll im Kieler Rathaus eine weitere unnütze Veranstaltung der AfD stattfinden – und wir kommen selbstverständlich trotzdem. Denn auch die öffentliche Debatte um die repressiven Ausnahmezustände, die die Polizei regelmäßig in der Waisenhofstraße herbeiführt, um dergleichen möglich zu machen, haben die städtischen Verantwortlichen offenbar nicht davon abbringen können, der vielfach erhobenen Forderung nach Verweigerung des Rathauses für Faschist:innen endlich nachzukommen. Den nachdrücklichen Hinweis, dass die AfD in Kiel auch weiterhin nicht erwünscht ist, müssen wir also wie gewohnt selber erbringen.

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Spontane Kundgebung vor AfD Stand in kieler Innenstadt

Etwa 15 Antifaschist:innen stellten sich am Montagnachmittag (01.06.2026) spontan einem Propagandastand der AfD am Asmus-Bremer-Platz in der Kieler Innenstadt entgegen. Unter Polizeischutz konnte der Stand von den Rechten zwischen 14 und 16 Uhr dort abgehalten werden. Dank der Antifas konnte diese Mobilisierungsaktion für eine „Fraktion im Dialog“-Veranstaltung an diesem Freitag im Kieler Rathaus abermals nicht ohne Gegenprotest vonstatten gehen.


Der Stand blieb nicht lang allein. Schon der Aufbau wurde umgehend von jungen Gegendemonstrant:innen mit selbstgebastelten Anti-AfD-Schildern begleitet. Der spätere Gegenprotest postierte sich dann unmittelbar gegenüber der AfD und sorgte für lebendigen Widerspruch. Drei AfDler betreuten den Stand, der vereinzelt Passant:innen aus der Holstenstraße anzuködern wusste. AfD-Lokaloberhaupt Pinto de Kraus hatte diesmal selbst wohl keine Lust auf Bürger:innenkontakt und erschien im weißen Sommerdress lediglich zum Auf- und Abbau.

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Kommt zur Take Back The Night Demonstration zur Kieler Woche!

Bald ist schon wieder KiWo. Auch wenn wir über den Winter ihre Existenz fast vergessen hätten, kommt sie doch immer wieder. Wer hier wohnt, kann ihr kaum entfliehen. Der öffentliche Raum wird überrannt und wer sich nicht reinstürzen will, muss halt fernbleiben. Vor allem marginalisierte Menschen, die zurecht Angst vor Sexismus, Rassismus oder Queerfeindlichkeit haben, können sich noch weniger frei bewegen, wenn in der halben Stadt betrunkene Macker lauern.

Auch dieses Jahr wollen wir das nicht unkommentiert lassen und zeigen, dass wir keinen Bock haben auf Raumeinnahme durch Macker, Belästigung und Gewalt. Die Stadt gehört allen, und gerade während der KiWo soll sie auch uns gehören! 🔥💜

Kommt zur Take Back the Night Demo am zweiten KiWo-Samstag, den 27.6., um 20 Uhr auf den Exer. Von dort drehen wir eine kraftvolle Runde durch die Altstadt und zeigen, dass wir da sind, dass wir laut sind, und dass die Straßen uns gehören! 😈✊🏻🗣️
Die Demo ist für Frauen, Lesben, Inter*, Nichtbinäre, Trans* und Agender Personen. Bitte nehmt darauf Rücksicht. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, dass niemandem das Geschlecht angesehen werden kann und nicht von außen beurteilt werden sollte, ob jemand dort sein darf oder nicht. Wir werden uns unabhängig vom Geschlecht herausnehmen, Personen aufgrund mackerhaften oder anderweitig problematischen Verhaltens auszuschließen.

Grundrechte verteidigen – Polizeigesetz stoppen!

Im März 2026 hat das Kabinett der Landesregierung Schleswig-Holsteins einen Gesetzentwurf beschlossen, der umgangssprachlich als „neues Polizeigesetz“ bezeichnet wird. Dieser Entwurf sieht eine massive Ausweitung der Befugnisse der Landespolizei vor. Konkret geht es um automatisierte Datenanalyse, erweiterte Videoüberwachung, biometrische Fernidentifizierung, Präventivgewahrsam und elektronische Aufenthaltsüberwachung.

Dieses Gesetz verlagert weiter polizeiliche Eingriffe ins Vorfeld konkreter Gefahren. Statt konkretes Handeln wird ein potenziell abweichendes Verhalten zum Gegenstand der staatlichen Sicherheitslogik. Die geplanten Maßnahmen greifen tief in grundlegende Bürger*innen- und Freiheitsrechte ein und bauen staatliche Kontrolle auf Kosten individueller Freiheiten weiter aus. Klar ist: Die Aufrüstung des staatlichen Repressionsapparats, vor allem im digitalen Raum, wird uns alle treffen. Wir lehnen dieses Vorhaben daher entschieden ab und stellen uns gegen einen zunehmend autoritären Überwachungsstaat. Dieses Gesetz stellt keinen Schritt zu mehr Sicherheit dar, sondern einen weiteren Schritt hin zu einem Staat, der seine Antwort auf gesellschaftliche Unsicherheit zunehmend in Überwachung, Kontrolle und Repression sucht.

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Ekel-Haft-Befehle für Landtagsabgeordnete

Protest gegen Polizeirechtsverschärfung. Vor Beginn der Sitzung des Landtags Schleswig-Holstein bot sich am heutigen Mittwoch Morgen ein ungewohntes Bild: Mit einem Holz-Polizei-Auto und einer Spielzeug-Kelle wurden Menschen auf dem Weg zum Landtag kurz angehalten um ihnen einen Ekel-Haft-Befehl auszuhändigen.

Auf den ausgehändigen Zetteln stand: „Ihr Verhalten wurde von der KI-Videoüberwachung als auffällig eingestuft. Sie stehen unter Verdacht einen Angriff auf Grundrechte vorzunehmen. Melden Sie sich deshalb zur Prüfung und für die Durchführung weiterer Maßnahmen auf Ihrer zuständigen Dienststelle.“ Auf der Rückseite waren einige Kritikpunkte an der Verschärfung des Polizeirechts, welche heute im Landtag behandelt wird, dargestellt.

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