Bericht zum Prozess wegen Vermummung

Am 29.06. fand vor dem Amtsgericht Kiel die Verhandlung im Prozess um den angeblichen Verstoß gegen das Vermummungsverbot auf der Kundgebung gegen die AfD vom 05.09.25 statt.

Nach Sicherheits- und Taschenkontrollen sowie etwas Wartezeit wurden die betroffene Person und Prozessbegleitende in den Gerichtssaal eingelassen. Der Antrag auf Rechtsbeistand (Laienverteidigung) wurde von der Richterin nach längerer Prüfung stattgegeben, sodass die betroffene Person sich nicht alleine verteidigen musste. Nachdem die Richterin den Vorwurf des Bußgeldbescheids vorgetragen hatte, wurde auch schon der geladene Zeuge in den Gerichtssaal gerufen. Der Polizist berichtete, dass er selbst gar nicht vor Ort war und nur den beschriebenen Sachverhalt aus der Akte kenne. Danach kam die betroffene Person zu Wort und wies darauf hin, dass der Vorwurf aus dem Bußgeldbescheid sich lediglich auf einen Verstoß gegen Anordnung zur Durchsetzung des Vermummungs- und Schutzausrüstungsverbots bezieht und dafür keine Beweise vorliegen.

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Unser Redebeitrag von der „Take Back The Night“ Demonstration

‚However I dress, wherever I go – yes means yes and no means no!‘ Eine kleine, aber superlaute und kämpferische queerfeministisch Demo zog am Samstagabend durch die Innenstadt, direkt über die Kieler Woche. Einen Demobericht findet ihr bei Fantifa Kiel (Link führt zu Instagram) Im folgenden und in den Kommentaren unseren Redebeitrag (Der Redebeitrag wurde von zwei Personen gehalten daher 1 und 2):

„1) Triggerwarnung: sexualisierte Gewalt

Ich war noch recht jung, so Anfang zwanzig. Ich hatte gerade erst angefangen, politisch aktiv zu sein. Es fühlte sich toll und aufregend an, Teil von etwas Größerem zu sein – Teil von der Klimabewegung, wo ich endlich das Gefühl hatte, wirklich mit Menschen zusammen zu kommen. Dass ich, gemeinsam mit anderen, etwas bewegen konnte. Und dass ich eigene Unsicherheiten und Ängste – mit der Hilfe, dem Zutrauen und ernstgenommen-werden von anderen Menschen – überwinden kann. Ich wurde selbstbewusster und traute mir zu, Raum einzunehmen, meine Gedanken und Ideen zu teilen.

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Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung in Kiel

29.06., 9 Uhr, Deliusstraße 22, Amtsgericht in Kiel

Am 05.09.2025 wurde ein*e Antifaschist*in nach Auflösung einer Kundgebung gegen die AfD vor dem Kieler Rathaus von einer Gruppe behelmter Cops mit Schmerzgriffen herausgezogen, kurzzeitig in Gewahrsam genommen und kontrolliert.
Der Vorwurf der Vermummung auf einer Kundgebung wird nun am 29.06.2026 vor dem Amtsgericht in Kiel verhandelt.

Zwar wurde nur eine Antifaschistin isoliert herausgezogen, aber gemeint sind wir alle: Die polizeiliche und juristische Willkür kann jede*n von uns treffen. Weder die angeklagte Person noch wir lassen uns durch polizeiliche Schikane und staatliche Repression unterkriegen – antifaschistischer Protest bleibt notwendig!

Kommt zum Prozess und unterstützt die betroffene Person!

Alerta, alerta, antifascista!

Klimawoche zur Kiwo

Bald beginnt die KiWo, doch gleichzeitig die Klimakrise ist akuter den je! Denn die Wetter extreme und Temperaturen nehmen zu, die Chance das wir diverse Kipppunkte reißen steigt und und und! Und was macht unsere Regierung?


Sie stellt Profite vor unser aller Zukunft und baut die eh schon unzureichenden Klimaschutzmaßnahmen ab!
Nicht mit uns! Deswegen veranstalten wir dieses Jahr parallel zur KiWo die Klimawoche mit verschiedenen Aktionen und einer Abschlussdemo am 28.06 ab 14 vom Hbf.


Wir sehen uns!

Bericht von der Demonstration gegen das neue Polizeigesetz in Schleswig-Holstein

Am Samstag demonstrierten wir trotz des regnerischen Wetters gemeinsam mit knapp 600 Personen gegen die Polizeirechtsverschärfungen in Schleswig-Holstein. Die geplanten Befugnisse zur Videoüberwachung, algorithmischer Verhaltenskontrolle, biometrischer Identifizierung mittels Internet-Daten und bis zu 2-monatigem Präventiv-Gewahrsam stoßen auf unseren Widerspruch – den wir in einem breiten Bündnis zeigten. Diese Widersprüche wurden mit zahlreichen Sprechblasen aufgezeigt, die in der Demonstration gezeigt wurden.

Mit vielen lauten Parolen voller Polizeikritik startete die Demo am Bahnhof. Ein gutes Drittel der Demo bestand aus Fußballfans von Holstein Kiel, die in einem eigenen Block liefen mit Fahnen, lautstarken Gesängen und Choreografien. Es waren zwar viele Cops vor Ort, diese beschränkten sich jedoch auf’s nebenher laufen und auf das Schützen der Polizeistation in der Blumenstraße, bis auf ein kurzes Gerangel am Ende, als die Demoteilnehmenden von der Straße vor dem Ort der Abschlusskundgebung gedrängt wurden.

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Trans* im Knast – Filmvorführung (OmeU), Ausstellung & Gespräch mit Alexia Metge

29.06.26 Einlass 19:00 | Beginn 19:30

FahrradKinoKombinat (in der Alten Mu, Lorentzendamm 6-8)

Wir laden euch ein zu einem Abend über Haftbedingungen,
Geschlechtergerechtigkeit und die Lebensrealitäten von trans*Personen im Knast.

Gemeinsam schauen wir den Kurzfilm „Innenheraus“, der persönliche Erfahrungen von Menschen in Haft sichtbar macht. Begleitend gibt es eine Ausstellung zu Gesundheit, Diskriminierung und Gefängnis.

Im anschließenden Gespräch berichtet Alexia Metge über ihre Erfahrungen als trans* Frau im Strafvollzug sowie über ihren Einsatz für die Rechte inhaftierter trans* Personen.

Die Veranstaltung versteht sich als Raum für respektvollen, diskriminierungssensiblen Austausch.

DIY Linoldruck und Schildermalen für den CSD

First pride was a riot – we will not be quiet!

30.06.26 im Rohrbruch (Kieler Straße 56, 24143 Kiel)

17:00-20:00 Uhr

Wir wollen Schilder für die CSD-Demo in Kiel malen und mit Linoldruck Aufnäher für Kleidung basteln! Um mitzumachen brauchst du nichts, wir bringen alles für Linoldruck, Pappe, Acrylfarbe und Pinsel für Schilder mit. Du kannst aber natürlich sehr gerne selbst weiteres Material oder eine Spende für Materialkosten mitbringen, wenn du magst und kannst 🙂

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