In unserem Workshop wollen wir gemeinsam Ausschnitte aus einer Dokumentation gucken und uns anschließend vertiefend mit Teilaspekten und Strömungen der anarchistischen Bewegung beschäftigen. Vorwissen ist nicht nötig.
Die Veranstaltung findet im Rohrbruch 56 in der Kieler Straße 56 in 24143 Kiel Gaarden statt und ist Teil der Mobilisierung für die anarchistische erste Mai Demonstration in Hamburg.
Klimakrise – war da was? Vor einigen Jahren gingen Tausende zu den von Fridays for Future organisierten Klimastreiks auf die Straßen – auch in Kiel. Erst die Pandemie, jetzt die weltweit eskalierdenden Kriege haben das Thema in den Hintergrund gedrängt, obwohl sich nichts an der Dringlichkeit der sich anbahnenden Klimakatastrophe geändert hat. Aber all diese Krisen sind kein Zufall, sie hängen miteinander zusammen und ihre Ursachen liegen größtenteils im Kapitalismus, der Mensch und Planeten gnadenlos ausbeutet und alle zwingt, im gegenseitigen Wettbewerb um Profite und Macht zu bestehen.
Das Klima hat sich um über 1,5 Grad erwärmt, damit ist die lange propagierte Grenze, die nötig ist, um das Leben auf diesem Planeten halbwegs gut zu erhalten, gerissen. Interessieren tut das kaum jemanden, dabei erleben wir selbst hier die Auswirkungen, etwa durch heißere Sommer oder lange Trockenheitsphasen. In Schleswig-Holstein können Deiche gegen den steigenden Meeresspiegel höher gebaut werden, im globalen Süden ist meist weniger Geld da und in der Folge leiden die Menschen bereits weit mehr unter den Auswirkungen der Erderhitzung. Viele müssen ihr Zuhause verlassen und fliehen, weil die Lebensgrundlage verschwindet. Trotzdem werden weiter Ressourcen und Gebiete ausgebeutet und selbst Wasser aus wasserarmen Gegenden für globale Konzerne genutzt – nur damit der globale Norden seinen verschwenderischen Lebensstandard halten kann und die Global Player ihre Gewinne einfahren. Das ist Kapitalismus und damit verbundener Kolonialismus, zutiefst ungerecht und ausbeuterisch gegenüber Mensch und Umwelt.
Vergangenen Freitag lud die AfD mal wieder zu einer Veranstaltung im Rathaus. Thema war die EU-Politik. Mit der Aufgabe ihres Kieler Büros scheinen sie ihre Veranstaltungen nun hier zu intensivieren. Der Zentrale Protest fand an der Waisenhofstraße statt.
Dort versammelten sich am Nachmittag etwa 150 Antifaschist*innen beim Zugang zu den Parkplätzen am Hintereingang des Rathauses. Wie schon die letzten Male hatte die Polizei den Bereich zuvor mit Gittern und Ketten abgesperrt und sich mit großem Aufgebot auf dem Parkplatz zwischen Protest und Rathaus platziert. In mehreren Redebeiträgen wurden solidarische Grüße nach Flensburg geschickt, wo es genau wie in Kiel am vergangenen Osterwochenende zu rechten (Brand)angriffen auf den linksradikalen Laden Subtilus sowie auf mehrere Parteibüros kam. Als dann nach und nach die gerade einmal 13 Besucher*innen der AfD ankamen, wurden sie mit lauten Parolen ‚begrüßt‘.
Es geht in die nächste Runde: Auch diesen Monat darf die faschistische AfD auf den Ratssaal im Kieler Rathaus zurück greifen, um dort eine weitere „Fraktion im Dialog“-Veranstaltung abzuhalten. Und auch diesmal muss als Referent wieder das eigene Personal aus der Region herhalten. Der schleswig-holsteinische Europa-Abgeordnete der AfD, Volker Schnurrbusch, soll hier zum Verhältnis von EU und Kommune sprechen. Und wie immer sagen wir: Es interessiert uns einen Scheißdreck, was Rechte zu sagen haben, egal zu welchem Thema.
Die erneute Veranstaltung im Rathaus kann als weiterer Baustein in dem Versuch der Kieler AfD gewertet werden, auch abseits der Wahlkampfzeiten eine kontinuierliche Präsenz in der Stadt zu entwickeln. Auch die sich zuletzt häufenden montägliche Propaganda-Stände in der Innenstadt, bei denen sie diese Veranstaltungen bewirbt, müssen so eingeordnet werden.
Erfreulicherweise bleiben diese rechten Raumnahmeversuche auch weiterhin nicht unbeantwortet: Weder am Rathaus, noch an besagten Montagen bleibt die AfD lange allein. Kieler Antifas stellen sich mit langem Atem den AfD-Auftritten entgegen, wo immer sich die rechten Hetzer aus den Löchern wagen. Und selbst an einem verregneten Montagnachmittag müssen sie damit rechnen, von einer zweistelligen Anzahl Gegendemonstrant:innen lahm gelegt zu werden.
Damit dies weiterhin so bleibt, rufen wir alle Antifaschist:innen dazu auf, sich am kommenden Freitag der Überlassung des Rathauses an die Faschisten entgegen zu stellen. Seid laut, nehmt euch den Raum rund um das Rathaus, belagert den Einlass und kommt zur Antifa-Kundgebung. Wenn auch Gesellschaft und politischer Mainstream nach Rechts rücken, autoritäre Krisenverwaltung von oben durchgesetzt wird und Nationalismus und Rassismus grassieren, werden wír uns der Normalisierung der rechten Brandbeschleuniger auch weiter konsequent entgegen stellen. Wir sehen uns auf der Straße!
Nicht nachlassen: Kein Fußbreit dem Faschismus – dem Rechtsruck entgegen!
Zum Trans* Day of Visibility (Trans* Tag der Sichtbarkeit) fanden sich vorgestern Nachmittag rund 70 trans* Personen und Allies bei Sonne, Wind und einem bunten Fahnenmeer zu einem gemeinsamen Picknick am Bootshafen zusammen. 🌞🏳️⚧️ Neben einem leckeren Buffet, Spielen und guter Musik gab es Redebeiträge, vorgelesene Buchausschnitte und Zitate, in welchen auf verschiedene Aspekte der Sichtbarkeit von trans* Personen hingewiesen und auch persönliche Erfahrungen geteilt wurden.
Außerdem nutzten die Besucher*innen der Veranstaltung die Möglichkeit, eine große trans* Flagge mit Kommentaren und Zitaten zu bemalen, um stärkende und positive Botschaften von und für die trans* Community zu hinterlassen.
Nach etwa zweieinhalb Stunden endete mit Sinken der Sonne und Temperatur zwar die Veranstaltung, doch nicht unsere Sichtbarkeit! Egal ob laut oder leise, kämpferisch oder entspannt, wütend, traurig, fröhlich, jung oder alt—wir stehen zusammen und sagen mit Recht: Trans* sein ist wunderschön!⚧️🏳️⚧️🫂🩵🩷🤍🩷🩵
Gegen Nachmittag stellten sich bei bestem Kieler Wetter, mit wechselweise strahlendem Sonnenschein und (Schnee)Regen, etwa 25 Antifaschist*innen einem AfD-Stand auf dem Asmus-Bremer-Platz entgegen. Hubert Pinto de Kraus und die anderen AfDler versteckten sich unterdessen die meiste Zeit unter ihrem Pavillon, um nicht nass zu werden. Trauten sie sich doch mal raus um Flyer zu verteilen, wurden sie von den meisten der dem Wetter geschuldet vergleichsweise wenigen Passant*innen ignoriert.
Der antifaschistische Gegenprotest unterdessen rückte schrittweise näher an den AfD-Pavillon heran und verabschiedete die AfDler zum Abschluss nochmal gebührend.
Bleibt auch die nächsten Wochen aufmerksam und achtet auf Ankündigungen! Der AfD keine ruhige und ungestörte Propagandashow!
Was ist Anarchismus? Wie ist seine Geschichte? Und was können wir daraus lernen? Zu diesen und anderen Fragen wollen wir mit euch gemeinsam einen Film gucken. Im Anschluss haben wir Zeit uns in entspannter Runde oder in Kleingruppen auszutauschen. Die Veranstaltung richtet sich an alle. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig! Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit euch!
Barriereinfos Rohrbruch (Kielerstraße 56, Kiel): Der Raum und die Toilette sind nur über Stufen/Hindernisse begehbar. Der Innenraum ist rauchfrei. Es gibt keine Parkplätze vor dem Gebäude.