Donnerstag: Antimilitaristische Demonstration gegen das NATO-Manöver in Kiel!

Krieg beginnt hier: Gegen das NATO-Manöver in Kiel!
Keine Werbeshow für das türkische Militär – Solidarität mit Rojava!

Antimilitaristische Demonstration:
Donnerstag, 12.02.2026 | 17 Uhr | Elendsredder/Holtenauer Str.


Die NATO-Eingreifsflotte, darunter auch der türkische Drohnenträger „Anadolu“, ist heute in Kiel am Marinestützpunkt in der Wik eingelaufen. Antimilitaristische Aktivist:innen begrüßten die Schiffe bereits bei ihrer Ankunft in der Kieler Förde mit einer unübersehbaren Solidaritätsbotschaft für das bedrohte Rojava. Am Donnerstag werden wir mit einer Demonstration durch die Wik zum Marine-Areal gehen und gemeinsam klarstellen: Kein Frieden mit der NATO – Militär raus aus unserer Stadt – Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf!

„Wir werden nicht schweigen, wenn dem türkischen Militär hier in Kiel durch die NATO eine gigantische Werbefläche geboten wird, während in Kurdistan und anderswo täglich Menschen durch deren kriegerische Vorstöße in den Mittleren Osten und seine dschihadistischen Stellvertreter ermordet werden. Rojava und die kurdische Befreiungsbewegung stehen für Rätedemokratie, Selbstbestimmung, Frauenrevolution, ökologisches kooperatives Wirtschaften und für gleichberechtigte ethnische und religiöse Vielfalt. All das ist weiterhin akut bedroht – durch die syrische Zentralregierung und den Erdogan-Faschismus in der Türkei, unterstützt und gedeckelt durch die westlichen Imperialmächte, die nach dem Sturz von Assad mit Al-Sharaa einen verlässlichen Partner zur Durchsetzung ihrer Interessen aufbauen wollen.

Wir rufen deshalb zum Protest und Widerstand gegen das NATO-Manöver in der Ostsee und die Vorbereitung kommender imperialistischer Kriege auf, insbesondere auch gegen die türkische Beteiligung. Solidarität mit der Bevölkerung und den Verteidiger:innen der Demokratischen Selbstverwaltung Nordostsyrien heißt auch, sich hier den Verantwortlichen, Profiteuren und Mittätern des Krieges in Rojava entgegenzustellen. Beteiligt euch an den Aktionen gegen das NATO-Manöver!

Krieg dem Krieg – NATO versenken!
Türkische Armee raus aus Kurdistan – lang lebe Rojava!“

Krieg beginnt hier: Gegen das NATO-Manöver in Kiel!

Keine Werbeshow für das türkische Militär – Solidarität mit Rojava!

„Seit Januar läuft das NATO-Manöver Steadfast Dart 2026. Dafür werden Teile ihrer Allied Reaction Forces (ARF) quer durch Europa verlegt. Nach Deutschland kommen allein 7300 Soldat:innen – auch um zu beweisen, dass es „verlässlich und durchhaltefähig als Drehscheibe der NATO fungiert.“ Kiel ist einer der Hauptankunftspunkte der Übung. Etwa 14 Kriegsschiffe mit fast 3000 Soldat:innen, davon 1500 aus der Türkei, treffen hier am 11. Februar ein. Sie laufen am 14. Februar aus, um bei Putlos eine Landung von See aus durchzuführen.

Die NATO will mit diesem Manöver Stärke demonstrieren, um weiter als handlungsfähiger Akteur im zunehmend kriegerisch ausgetragenen globalen Machtkampf der imperialistischen Mächte zu gelten. Dass die Türkei als zweitgrößte NATO-Armee einen zentralen Stellenwert bei dieser Neukonstituierung einnimmt, ist kaum verwunderlich. Bei dem Manöver nimmt das türkische, amphibische Angriffsschiff TCG Anadolu eine entsprechende Führungsrolle ein. Es gilt als erster „Drohnenträger“ weltweit. Dafür wurden genau die Drohnen, die bereits jetzt u.a. in Syrien gegen die demokratische Selbstverwaltung der kurdischen Gebiete eingesetzt werden, modifiziert. Zusammen mit vier weiteren Schiffen, wirbt es für die wachsende türkische Rüstungsindustrie.

Wir werden nicht schweigen, wenn dem türkischen Militär hier in Kiel durch die NATO eine gigantische Werbefläche geboten wird, während in Kurdistan und anderswo täglich Menschen durch deren kriegerische Vorstöße in den Mittleren Osten und seine Stellvertreter ermordet werden. Wir rufen deshalb zum Widerstand gegen das NATO-Manöver in der Ostsee und die Vorbereitung kommender imperialistischer Kriege auf, insbesondere auch gegen die türkische Beteiligung. Solidarität mit der Demokratischen Selbstverwaltung Nordostsyrien heißt auch, sich hier den Verantwortlichen, Profiteuren und Mittätern des Krieges in Rojava entgegenzustellen. Achtet auf Ankündigungen und beteiligt euch an den Aktionen gegen das NATO-Manöver!“

kurdistansolikiel.noblogs.org

Spontandemonstration zur Urteilsverkündung! #FreeMaja!

Freiheit für Maja – auf die Straße nach dem Urteil in Budapest!
Schluss mit der Kriminalisierung von Antifaschismus!

HEUTE (04.02.26) | Spontandemo | 17.30 Uhr | Dreiecksplatz | Kiel
Ermittlungsausschuss: 0431/530 34 35


„Im Laufe des heutigen Tages wird unser:e Gennoss:in Maja nach über 550 Tagen menschenverachtender Isolationshaft und einem Monate langen Schauprozess vom rechts-autoritär regierten ungarischen Staat in Budapest verurteilt werden. Dieses Urteil wird jedoch nicht das Ende der bisher erlittenen Folter sein. Maja steht nun eine bis zu 24-jährige Haftstrafe bevor, die gleiche untragbare Haftbedingungen verspricht wie vor der Verurteilung. Auch die Urteile gegen Gabri und Anna sollen heute fallen.

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Jahresrückblick 2025

Wir blicken zurück auf ein aktionsreiches Jahr, in dem der Rechtsruck immer spürbarer wurde und wir uns zunehmend auch mit der gesellschaftlichen Militarisierung auseinander setzen mussten. Trotz alledem kämpfen wir weiter für den Erhalt der Lebensgrundlagen von uns allen.

Klima

Wie schon seit vielen Jahren beteiligten wir uns auch in diesem Jahr wieder an den stattfindenden Klimastreiks.

Darüber hinaus wurden wir vor allem zu den Themenbreichen Verkehr, Kreuzfahrt und Aufrüstung aktiv, um für Klimagerechtigkeit zu streiten.

Verkehr

Noch immer sind wir gegen jeden Autobahn- und Straßenausbau, denn wir möchten eine Mobilitätswende für alle, mit kostenlosem Nahverkehr durch Stadtbahn, Busse, Züge für alle und viel Platz für Fußgänger*innen und Radfahrende. Deshalb haben wir in diesem Jahr  mit einer Abseilaktion von einer Brücke und dem Besetzen von Baufahrzeugen die Baustelle der A21 blockiert, am 10. März und am Sonntag drauf zusammen mit dem Grüngürtelbündnis eine Fahrraddemonstration gegen die A21 durchgeführt. 

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Bericht von der „Free Maja“ Kundgebung in Itzehoe

Wir wollen Maja zurück! 

Am Sonntag, den 18.01.26, hielt die CDU im Mercator Hotel in Itzehoe ienen Neujahrsempfang mit dem Außenminister Wadepuhl ab. Dieser wurde von einer kleinen, aber dennoch lautstarken antifaschisten Kundgebung begleitet.
In unterschiedlichen Redebeiträgen, unter anderem von Familiy and Friends Hamburg und der Autonomen Antifa Koordination Kiel, wurde erneut an die rechtswidrige Auslieferung nach Ungarn und der dortigen unmenschlichen Gefangenschaft Majas erinnert sowie auf den bevorstehenden Prozess hingewiesen. 



Wadepuhl steht als Außenminister in der Verantwortung und hatte bereits im letzten Jahr angekündigt, sich um eine Rückführung Majas nach Deutschland zu kümmern, was bisher jedoch nicht geschehen ist. 

Wiederholt ignorierte Wadepuhl ein Gesprächsangebot und nutzen stattdessen lieber den Hintereingang des Hotels. 

Trotz der Kälte und mehrerer parallel stattfindender antifaschistischer Proteste gelang es Antifaschist*innen  Solidarität mit Maja und Präsenz gegenüber Wadepuhl zu zeigen.

Unser Redebeitrag:

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Totale Kontrolle durch die Polizei – Dystopie oder Realität?

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein möchte der Polizei mal wieder neue Befugnisse geben. Die letzte große Befugniserweiterung war 2020 mit der Einführung zahlreicher neuer repressiver Mittel wie beispielsweise Fußfesseln – lange her ist das noch nicht. Die Maßnahmen ergeben einen noch umfassenderen Schritt auf dem Weg zum totalen Überwachungsstaat. Merken wir überhaupt, wenn wir vollständig darin angekommen sind?


So soll die Videoüberwachung ausgebaut werden. Dabei geht es jetzt aber nicht mehr nur um Videos, die im Bedarfsfall bei Straftaten ausgewertet werden, sondern auch darum, dass mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Videos in Echtzeit analysiert werden um bestimmte Verhaltensmuster zu identifizieren und dann einen Alarm auszulösen. Zu bestimmten Anlässen darf die Polizei auch gleich in Echtzeit eine Fernidentifizierung vornehmen, das heißt die Videos abgleichen mit Polizeidatenbanken oder Bildern aus dem Internet. Dass die EU diese Technologien als hochriskant eingestuft und deshalb weitgehend verboten hat, scheint dabei wenig zu interessieren. Dabei ist es bekannt, dass Menschen ihr Verhalten ändern, wenn sie wissen, dass sie beobachtet werden. Es gibt jetzt schon Hinweise darauf, dass es zur polizeilichen Praxis gehört, bei einigen Demonstrationen zu speichern, wer dort auftaucht – ohne die Personen dort kontrolliert zu haben. Ein solches Gesetz zur Verhaltenüberwachung verteidigt keine Freiheit, es schränkt sie ein und erzwingt Anpassung.


Die Videoüberwachung kann dabei gleich ausgeweitet werden auf alle Orte, an denen die Polizei auch mal Menschen anlassbezogen kontrollieren könnte oder die sie als „gefährlich“ einstuft. Welche Orte das genau sind, hält die Polizei jedoch geheim, sodass es an jeglicher Transparenz und Kontrolle fehlt. Nur die Polizei darf jede Bewegung kontrollieren – wollten wir nicht mal uns gegen totalitäre Staaten verteidigen?

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