SEXISMUS, RASSISMUS, AUSBEUTUNG – WEN KÜMMERT’S?

Demonstration zum feministischen Kampftag am 8. März!
Start: Bahnhofsvorplatz, 16:30 Uhr

Medizinische Maskenpflicht, mind. OP-Maske, bevorzugt FFP2-Maske

Zieht euch warm genug an und bringt warme Getränke und ggf. eine Sitzunterlage mit!

Nach mittlerweile zweieinhalb Jahren Pandemie sind wir alle ausgebrannt.Die Pflegekrise verschlimmert sich immer weiter, die Politik schaut tatenlos weg. Verschwörungsgläubige leugnen wissenschaftliche Fakten im Namen des „Widerstandes“ und ziehen die Pandemie so in die Länge. Fallzahlen von häuslicher Gewalt schnellen in die Höhe. Und diejenigen, von denen Fürsorge und Selbstaufopferung erwartet wird, sind überdurchschnittlich FLINTA-Personen*. (FLINTA steht für Frauen, Lesben, inter(sex), nonbinäre, trans und agender Personen. Eine genauere Erklärung dieser und weiterer Begriffe findest du unten.) Weiterlesen

Am Wochenende: Erinnern und Kämpfen

AErinnerung - Gerechtigkeit -Aufklärung - Konsequenzen - Gedenkkundgebung 19.2.22m Samstag den 19.02.2022 wollen wir auch in Kiel gemeinsam mit dem runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus sowie weiteren Gruppen um 13 Uhr am Holstenfleet (zwischen Berliner Platz und Martensdamm) den beim rassistischen Terroranschlag am Abend des 19.01.2020 ermordeten jungen Menschen aus Hanau gedenken. Seit diesem Tag kämpfen ihre Familienangehörigen und Freund*innen für eine lückenlose Aufklärung der Tat und der zahlreichen Fehler, die die Polizei während der Ermittlungen gemacht hat. Wir wollen uns mit ihnen solidarisch zeigen und ihren Kampf unterstützen – das Problem heißt Rassismus und dieses zu bekämpfen darf nicht bei der Verurteilung rassistischer Mörder*innen aufhören. Erinnern heißt Verändern!

Nachmittags um 16 Uhr haben das Kollektiv Afrodeutscher Frauen und  die Hochschulgruppe Empowerment von BIPoC Kiel auf dem Rathausplatz eine Gedenkveranstaltung angemeldet.

Erscheint zahlreich, haltet euch an die Hygieneregeln und sagt ihre Namen : In Gedenken an Ferhat Unvar, Said Nesar Hashemi, Hamza Kurtovic, Vili Viorel Paun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saracoglu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

Am Sonntag den 20.02.2022 geht es nach Flensburg. Dort wird mit einer Demonstration um 13:12 Uhr (ab Hafenspitze) erinnert ans die Besetzung im Bahnhofswald, die vor einem Jahr geräumt wurde. Vor fast einem Jahr marschierten die privaten Sicherheitsfirmen von JaRa Immobilien in den Bahnhofswald ein, riskierten Menschenleben und schafften rechtswidrig Fakten. Die Tage darauf wird die Räumung zu einem Hochpunkt der Pandemie durch drei Hundertschaften aus verschiedenen Bundesländern geräumt. In den Tagen sind viele ungerechte Dinge seitens der Investoren, der Polizei und der Stadt passiert. Viele Bäume wurden gerodet, die Fläche jedoch liegt brach. Um all das nicht zu vergessen und darüber zu informieren was in den 3 Tagen der Räumung und seitdem passiert ist gibt es eine Demo. Bitte achtet auf Abstand, Maske und testet euch vorher. Wir vergessen nicht. Wir sind laut!
Der Schienenersatzverkehr fährt in Kiel unterhalb des Bahnhofs ab 11:25 Uhr.

Zur Einstellung aller Verfahren gegen Beteiligte von Investoren und beauftragten Firmen sowie aller staatlichen Akteure gibt es hier einen informativen Artikel. Die Verfolgung der Aktivist*innen, die sich gegen Räumung und Rodung zur Wehr setzen, geht weiter.

Abseilaktion über der A1 bei Oldenburg in Holstein am 30.1.

Von Brücke über Autobahn abgeseilte PersonWir laden euch zu einer ungewöhnlichen Demonstration ein, am Sonntag, den 30.1. um 10.30 Uhr ab dem Bahnhof Oldenburg (Holstein). Während der Demonstration kommt es, angemeldet und ganz legal, zu einer Abseilaktion über der Autobahn A1. Wir richten uns damit gegen den Fehmarn-Belt-Tunnel und alle weiteren Autobahnbauprojekte und die Strafverfolgung von Aktivist*innen, die sich über Autobahnen abseilen.

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Demonstration „Grünes Licht für Aufnahme“

Wann: 19.12.2021 14 Uhr
Wo: Bahnhofsvorplatz Kiel

An der europäischen Außengrenze zwischen Polen und Belarus spielt sich eine humanitäre Katastrophe ab. Während die Europäische Union alles dafür tut, ihre Grenzen mit Soldaten, Grenzpolizei und Stacheldraht zu „schützen“, sterben auf der anderen Seite Menschen. Sie erfrieren im Wald mit dem Wunsch nach einem besseren Leben in Frieden in Europa. Seit Juni sind es mehr als ein Dutzend Tote, darunter Kinder und Säuglinge, die dieses Europa zu verantworten hat.
Hinter der Grenze ist d as Recht auf Asyl faktisch abgeschafft. Push Backs – das heißt das illegale Zurückdrängen Geflüchteter zurück nach Belarus – sind an der Tagesordnung. Die Geflüchteten werden zum Spielball von politischen Konflikten. Entlang der Grenze befindet sich seit September ein 3km breites militärisches Sperrgebiet. Eine unabhängige Berichterstattung ist nicht mehr möglich und Hilfsorganisationen wird dadurch der Zugang zu den Menschen erschwert oder unmöglich gemacht. Währenddessen spricht sich Olaf Scholz für Solidarität mit Polen aus und verteidigt das Vorgehen.

Anstatt uns solidarisch mit Staaten zu stellen, die die Würde der Menschen mit Füßen treten, wollen wir solidarisch mit den Geflüchteten sein.

Wir wollen:

  • Aufnahme aller Menschen an den europäischen Außengrenzen
  • Schaffung sicherer Fluchtrouten nach Europa
  • einen allgemeinen Abschiebestopp und damit die Auflösung aller
    Abschiebeknäste
  • Auflösung der Geflüchtetenlager an den europäischen Außengrenzen

Schilderwald – Grünes Licht für Aufnahme

Die Außengrenzen der EU: Szenen wie Menschen im Mittelmeer ertrinken, Pushbacks erfahren oder Feuer in völlig menschenunwürdigen Lagern entfachen sind keine Seltenheit. Seit September spielt sich eine weitere humanitäre Katastrophe an der polnisch-belarussischen Grenze ab.

Ausgelöst durch politische Konflikten zwischen Belarus und der EU und damit einhergehend eine einseitige Öffnung der Grenze durch Belarus kamen viele Geflüchteten um über Belarus in die EU einzureisen. Dort warten sie, frieren, hungern und sterben. Währenddessen feiert Polen seine Grenzpolizei und Militär. Spricht von einem Angriff. Von deutschen Politiker*innen kommen Solidaritätsbekundungen gegenüber Polen – nicht aber an die Menschen an den Grenzen.

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Gorck Fock mit illegalem Tropenholz?

Nach mehreren Jahren 135 Millionen Euro teurer Sanierung der ‚Gorch Fock‘ in Bremen kehrte das Schulschiff der deutschen Marine am frühen Nachmittag des vierten Oktober 2021 wieder in den Kieler Militärhafen zurück – an Bord auch die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Neben zahlreichen Schaulustigen zu Fuß auf der Kiellinie und auf Booten zu Wasser sowie Salutschüssen und lauter Marschmusik gab es auch Protest gegen die Feier : Unter den dutzenden Booten, die das fast 90 Meter lange Segelschiff bei der Fahrt in der Kieler Förde inklusive der ‚Ehrenrunde‘ zum Landtag und dem Parlament, welches Pate des Schiffes ist, und wieder zurück zum Militärhafen begleiteten, waren auch einige Umweltaktivistinnen mit Transparenten auf denen Sprüche zu lesen waren wie „Gorch Fock – Waldzerstörung auf hoher See !“.

Die Aktivistinnen kamen aus den verschiedenen Gruppen, darunter WWF Deutschland, Robinwood e.V. und die Deutsche Umwelthilfe. Auf Kanus, Kajaks und Schlauchbooten machten sie auf die in den letzten Tagen lauter gewordene Kritik aufmerksam, die sich vor allem auf das bei der Sanierung neu verbaute Holz bezog. Bei diesem handele es sich höchstwahrscheinlich um illegales und somit raubgebautes Teakholz, welches aus den letzten erhaltenen Urwäldern Myanmars stamme. Die dafür zuständigen, dem Verteidigungsministerium unterstehenden Behörden, hätten die entsprechenden Richtlinien der europäischen Holzhandelsverordnung ignoriert und seien ihren Prüfaufgaben nicht nachgekommen. Weiterlesen