Kommt in den antikapitalistischen Block auf dem Klimastreik am 24.4.2026!

System change, not climate change!

Klimakrise – war da was? Vor einigen Jahren gingen Tausende zu den von Fridays for Future organisierten Klimastreiks auf die Straßen – auch in Kiel. Erst die Pandemie, jetzt die weltweit eskalierdenden Kriege haben das Thema in den Hintergrund gedrängt, obwohl sich nichts an der Dringlichkeit der sich anbahnenden Klimakatastrophe geändert hat. Aber all diese Krisen sind kein Zufall, sie hängen miteinander zusammen und ihre Ursachen liegen größtenteils im Kapitalismus, der Mensch und Planeten gnadenlos ausbeutet und alle zwingt, im gegenseitigen Wettbewerb um Profite und Macht zu bestehen.

Das Klima hat sich um über 1,5 Grad erwärmt, damit ist die lange propagierte Grenze, die nötig ist, um das Leben auf diesem Planeten halbwegs gut zu erhalten, gerissen. Interessieren tut das kaum jemanden, dabei erleben wir selbst hier die Auswirkungen, etwa durch heißere Sommer oder lange Trockenheitsphasen. In Schleswig-Holstein können Deiche gegen den steigenden Meeresspiegel höher gebaut werden, im globalen Süden ist meist weniger Geld da und in der Folge leiden die Menschen bereits weit mehr unter den Auswirkungen der Erderhitzung. Viele müssen ihr Zuhause verlassen und fliehen, weil die Lebensgrundlage verschwindet. Trotzdem werden weiter Ressourcen und Gebiete ausgebeutet und selbst Wasser aus wasserarmen Gegenden für globale Konzerne genutzt – nur damit der globale Norden seinen verschwenderischen Lebensstandard halten kann und die Global Player ihre Gewinne einfahren. Das ist Kapitalismus und damit verbundener Kolonialismus, zutiefst ungerecht und ausbeuterisch gegenüber Mensch und Umwelt.

Währenddessen beschließt die bundesdeutsche Regierung, Gaskraftwerke auszubauen und legte kürzlich ein neues Klimaschutzgesetz vor, welches erwartbar die eigenen Vorgaben nicht einhalten wird. Das ist seit Jahren das Spiel: Ohnehin viel zu geringe Richtlinien, die dann im nächsten Atemzug gebrochen werden. Selbst wenn Gerichte urteilen, dass die Klimaschutzgesetze deshalb verfassungswidrig sind, ändert die Regierung nichts, sondern nimmt sogar Maßnahmen zurück, die das Klima schützen sollten.


Ein grüner Kapitalismus führt vielleicht zu mehr Energieeffizienz an einigen wenigen Stellen, das wird jedoch komplett von den Notwendigkeiten aufgefressen, mehr zu produzieren und mehr zu verkaufen – denn Wachstum ist das unveränderliche Ziel dieses Wirtschaftssystems. So werden uns weder Konzerne noch Staaten helfen, die Klimakrise zu bekämpfen. Im Gegenteil sind diese zur Zeit gut damit beschäftigt, die Verantwortung allein auf die Konsument*innen abzuwälzen, welche laut ihnen nur ein bisschen mehr arbeiten müssten, um sich oft teurere und vermeintlich klimafreundlichere Produkte zu kaufen. Gegen Maßnahmen, die eine gesamtgesellschaftliche und sozialgerechte und klimafreundliche Transformation ermöglichen würden, fahren Unternehmen und Politiker*innen hingegen Kampagnen: Nicht bezahlbar, hieß es beim 9€-Ticket etwa, welches noch vor kurzem der großen Mehrheit der Menschen umweltverträgliche Mobilität ermöglichte und seitdem um ein vielfaches teurer und somit unbezahlbar für Viele wurde.
Im Gegenteil verstärkt das Nicht-Handeln an der einen, das aktive Handeln etwa in der Beteiligung und Befeuerung globaler Kriege die Klimakrise. Die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft und eine nationalistische Fokussierung auf die „eigene Bevölkerung“ ist Teil des Rechtsrucks, den wir erleben. Die Gesellschaft wird zunehmend gleichgültiger gegenüber Menschen, die woanders sterben, egal ob bei klimabedingten Katastrophen, durch globale Ausbeutungsverhältnisse, bei den von den imperialen Staaten angezettelten Kriegen oder auf der Flucht im Mittelmeer.

Wir wollen dem unseren Widerspruch und Widerstand entgegensetzen und die Gleichgültigkeit gegenüber dem Klimakollaps durchbrechen. Wir sind Antifaschist*innen und Antikapitalist*innen, denn wir wissen, dass wir nur so den globalen Krisen, die unseren Planete zu Grunde richten, begegnen können – mit Solidarität statt Verdrängung und Abschottung, mit Aktion und Organisierung statt Ignoranz, mit dem Streben nach einem guten Leben für alle weltweit statt dem Immer-mehr und Immer-weiter des Kapitalismus und seiner Profiteure.


Für Klima, Mensch und Planet: Kapitalismus abschaffen!

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