Globaler Klimastreik am 24.4. – Einzeln und in Kleinstgruppen!

Für den 24.4. hatte Fridays for Future zum Globalen Klimastreiktag aufgerufen. Doch dieses Mal werden wir aufgrund der Coronapandemie nicht auf menschengefüllten Straßen stehen und gemeinsam „Climate Justice Now!“ rufen. Wir werden das vermissen! Das heißt jedoch nicht, dass jede*r von uns still bleiben oder wir unseren Protest gegen die aktuelle KlimaUNgerechtigkeit auf soziale Netzwerke beschränken müssen.

Klimagerechtigkeit hat durch die aktuelle Ausnahmesituation kein bisschen an Dringlichkeit verloren.

Gerade jetzt wird sichtbar, dass wir ökologisch(er) handeln können. Weil viele Industrien ihren Betrieb eingeschränkt haben, wird in Deutschland seit Beginn der Infektionsschutz-Maßnahmen weniger Strom verbraucht – so wenig, dass momentan mehr als die Hälfte davon regenerativ erzeugt wird. In vielen Städten hat sich die Luft- und Wasserqualität wesentlich verbessert. Der Flugverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen, dafür hat der Fahrradverkehr zugenommen. Doch bisher sind das nur ungewollte Nebeneffekte einer gesundheitlichen Katastrophe und autoritäten Politik.

Die deutsche Automobilindustrie hat bereits angekündigt, nach dem Ende der Maßnahmen die in den letzen Jahren ausgehandelten Klimaziele nicht weiter verfolgen zu wollen, um ihre momentanen Verluste auszugleichen. Mit Wirtschaftshilfen soll Fluggesellschaften und Tourismuskonzernen ein „Weiter so“ ermöglicht werden. Doch ein Ende der Automobilindustrie, Agrarkonzerne, Tierindustrie, Waffenfabriken und (fossilen) Energiekonzerne ist längst überfällig! Es ist an uns ein „Weiter so“ zu verhindern; es ist an uns, es Realität werden zu lassen, dass Konzerne wie RWE, Tönnies, Thyssen Krupp, Shell & Co Geschichte werden.

Lasst uns den globalen Klimastreik intersektional, emanzipatorisch und kämpferisch gestalten. Lasst uns am 24.4. unsere Forderung nach Klimagerechtigkeit auf die Straße und in die Städte/Dörfer bringen! Lasst uns laut sein, jede*r für sich aber alle zusammen!

How-To

Wir müssen uns der aktuellen Situation anpassen: Schauen, was für uns geht, bei welchen Aktionen wir Abstand voneinander halten können und Kontakt mit anderen Menschen vermeiden. Wir müssen uns neue Aktionsformen suchen, kreativ sein und uns auf möglicherweise dünnes Eis wagen. Bleibt allein oder schnappt euch die Menschen, mit denen ihr zwangsläufig sowieso immer rumhängt, überlegt euch, was ihr euch als Aktion vorstellen könnt, welche Botschaft ihr vermitteln wollt und sorgt dafür, dass andere Menschen davon mitbekommen, ohne euch zu nahe zu kommen: geht dahin, wo man euch sieht, weist Journalist*innen auf euch hin und schreibt evtl. eine Pressemitteilung.

Aktionsbeispiele

  • Mit Gehmobilen spazieren gehen
  • Parkplätze besetzen (->Parking Day)
  • Parteibüros einzäunen
  • Banner Drop
  • Mini-Kundgebung
  • Aktionen vor Reisebüros, Autohäusern, Rüstungsindustriestandorten…
  • Megafon schnappen, Rede halten!
  • Straßentheater, Pantomime & Tanz
  • Kunstinstallationen
  • Schilderwald
  • Urban (Guerilla) Gardening
  • (Still) stehen als Straßenkunst
  • Seedbombs verteilen/auslegen
  • Kreide

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